Hochwasser
Zürcher Firma setzt das Basler Rheinufer wieder instand

Rund 800'000 Franken kosten die Sofortmassnahmen, um das Rheinufer nach den Hochwasserschäden zu sichern. Die Notfall-Arbeiten dürften noch bis Ende Jahr dauern.

Jonas Hoskyn
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Auf der Höhe der Grenzacherstrasse wurden beim Hochwasser Mitte Juli Teile der Böschung weggespült und mit dieser einige Fischergalgen.

Auf der Höhe der Grenzacherstrasse wurden beim Hochwasser Mitte Juli Teile der Böschung weggespült und mit dieser einige Fischergalgen.

Roland Schmid

Der Schock war gross, als beim Hochwasser Mitte Juli auf der Höhe der Grenzacherstrasse mehrere Fischergalgen zusammen brachen, als Teile der Böschung weggespült wurden. Wie gross der Schaden ist, lässt sich auch drei Monate später nicht abschliessend sagen.

Für die Verantwortlichen war jedoch klar, dass schnell gehandelt werden mussten. Im freihändigen Verfahren wurden rund 800'000 Franken gesprochen. «Aufgrund der Dringlichkeit wurde eine Ausnahmebewilligung zur Direktvergabe gemäss Beschaffungsgesetz beantragt und bewilligt», erklärt Daniel Hofer vom zuständigen Bau- und Verkehrsdepartement. Die Sofortmassnahmen sollen unmittelbare Gefahren für Mensch und Umwelt abwenden oder zumindest entschärfen.

Den Zuschlag erhielt die WSB AG für Wasser- und Tiefbau mit Sitz in Kloten. Die Firma hat unter anderem vor fünf Jahren bei der Revitalisierung des letzten Abschnitts der Wiese mitgearbeitet.

Basels älteste Naturschutzzone

Rund 15'000 Tonnen Steine und Kies sollen zum besseren Schutz der Rheinuferböschung aufgebaut werden. Die Arbeiten dürften abhängig von der Witterung und dem weiteren Pegelstand des Rheins bis Ende Jahr dauern. Nach Abschluss der Sicherungsarbeiten wird geklärt, ob die verbleibenden Fischergalgen wieder gefahrlos genutzt werden können.

Als Nächstes muss ein Instandsetzungsprojekt für die definitive Sicherung des Böschungsfusses erarbeitet werden. Für die Planungs- und Instandsetzungskosten ist ein Ratschlag notwendig, den auch das Basler Parlament abnicken muss. «Losgelöst von der technischen Instandsetzung des Böschungsfusses muss der Wiederaufbau der Uferböschung im Naturschutzgebiet geplant werden», sagt Hofer. Bei der Rheinhalde handelt es sich um Basels älteste Naturschutzzone.

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