Bahnhof Basel SBB

Fertig eingekugelt: Diese Spiegel zeigen die Zukunft

Die Spiegelkugel auf dem Centralbahnplatz vor dem Bahnhof Basel SBB.

Die Spiegelkugel auf dem Centralbahnplatz vor dem Bahnhof Basel SBB.

Mit einer Kunstinstallation thematisiert die Internationale Bauausstellung Basel die grenzüberschreitende Mobilität.

So viele Spiegel! «…istwasistwasist…» heisst das rätselhafte ­Gebilde, das wie ein UFO zwischen den Tramgleisen auf dem Centralbahnplatz steht. Die Kugel kommt in friedlicher Absicht, ihre Mission: «grenzüberschreitende Mobilität». Die temporäre Kunstinstallation von Claudio Moser ist gleichzeitig Platzhalter und Aushängeschild: Platzhalter für die Internationale Bauausstellung Basel (IBA), welche die Präsentation ihrer zehnjährigen Projektarbeit pandemiebedingt auf das Frühjahr 2021 verschieben musste. Und ein Aushängeschild für das IBA-Projekt «Aktive Bahnhöfe», mit dem Verkehrsknotenpunkte im Dreiland aufgewertet werden sollen.

«17 Bahnhöfe aus dem trinationalen Raum sind schon beteiligt», freut sich Projektleiterin Agnes Heller. Grösster Teilnehmer ist der Badische Bahnhof, wo die Spiegel 2013 erstmals zum Einsatz kamen, um die Anbindung an die Stadt besser zu gewährleisten. Diesen Ansatz verfolgt «Aktive Bahnhöfe» nun mittels dreier Massnahmen weiter, wie Heller erklärt: So soll eine gemeinsame Signaletik mit einheitlichen Informationssystemen die Orientierung für die Pendlerströme im Dreiland erleichtern. Die Realisierung von Park & Ride-Stationen sowie der grenzüberschreitende Veloverleih sollen die Anschlussmobilität steigern. Und nicht zuletzt sollen die Aufenthaltsattraktivität und die Nutzung der bahnhofsnahen Baulandreserven ­verbessert werden.

«Die IBA Basel ist ein Prozess», erklärt Geschäftsführerin Monica Linder-Guarnaccia die ambitionierte Vision der trinationalen Stadt- und Regionalentwicklung, die unter anderem den Rheinuferweg St. Johann – Hunningue hervorgebracht hat oder die Wegverbindung zwischen der Fondation Beyeler und dem Vitra Campus in Weil am Rhein. Covid-19 habe die noch immer existierenden Grenzen schmerzhaft erfahrbar gemacht. «Umso wichtiger ist es, neue Perspektiven auf unsere reiche Metropolitanregion zu finden», so Linder-Guarnaccia. Der Blick in die Spiegelkugel soll dabei helfen, sich in diesem Zukunftsraum neu zu entdecken. 

Informationen zur IBA Basel 2020: www.iba-basel.net

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