Jazz-Fest

«Em Bebbi sy Jazz» bringt sein Publikum auf die Beine

«Em Bebbi sy Jazz»: Tanzfreude in Basel im 2017.

«Em Bebbi sy Jazz»: Tanzfreude in Basel im 2017.

Das Jazz-Fest in der Basler Innenstadt will mit der 36. Ausgabe sein Publikum vermehrt zum Mitmachen bewegen.

«Altbekannt und doch immer wieder neu präsentiert.» Dies verspricht das Mediendossier des Basler Jazz-Fests. Der Bebbi-Jazz wolle mit der Zeit gehen, sagt auch OK-Präsident Peter Eichenberger: Im Zentrum stehe schon lange nicht mehr nur der Jazz. Auch zeitgenössischere Musikstile wie Jazz Manouche und Balkan würden deshalb dieses Jahr in der Basler Innenstadt präsentiert. «Man muss sich laufend anpassen, es braucht neue Impulse», so Eichenberger.

Nachdem der Schwerpunkt im vergangenen Jahr auf die Stilrichtungen Funk und Soul gelegt worden ist, steht diesmal der Tanz im Fokus. So will das OK Zuhörerinnen und Zuhörer stärker einbeziehen und Hemmungen abbauen. Eichenberger betont, dass dieses Jahr nicht nur die Musiker, sondern auch die tanzenden Besucher im Rampenlicht stehen sollen. Der Tanzgedanke sei dem Jazz nämlich keineswegs fremd: «Jazz ist Groove, Jazz ist Swing – eine Musik, die zum Tanzen bringt», sagt Eichenberger.

«Taxidancer» sollen zum Mittanzen anregen

Insbesondere Künstler, die sich anderen, gut tanzbaren Musikstilen verschrieben haben, sollen das Publikum ordentlich in Bewegung bringen. So sind im diesjährigen Programm mehrere Reggae- und Funkbands anzutreffen. Die Moody Tunes beispielsweise verwandeln das Stadthaus mit einem sechsstündigen (!) Auftritt für eine Nacht in ein Tanzhaus. Ein weiteres Highlight unter den rund 80 Formationen ist die Reggae-Pop-Band Pedestrians. Wer ihre aktuelle Single «Breakdown Tuesdays» gehört hat, weiss: Diese Fussgänger laufen bei einer Party zur Hochform auf.

Neben der musikalischen Diversität sollen «Taxidancer» dafür sorgen, dass auch die Besucher zu Protagonisten werden. Die «Taxidancer» – von denen Eichenberger selbst einer ist – animieren Zuhörer dazu, mitzutanzen und mutiger zu sein. «Viele Leute würden gerne tanzen, sind aber zu gehemmt. Diese Hemmungen wollen wir lösen und sagen: Macht mit, tanzt mit!», so der OK-Präsident. Das Thema Tanz sei schon seit längerem festgelegt. In Zusammenarbeit mit der Tanzschule Fromm hat das Bebbi-Jazz-OK diese Idee passend zum 125-Jahr-Jubiläum der Tanzschule realisiert.

Eine Plattform für lokale Musikformationen

Auch dieses Jahr können sämtliche Konzerte kostenlos besucht werden, alle Künstler erhalten die gleichen Gagen. Zentral für die Musiker ist die Möglichkeit, neue Zielgruppen zu erreichen und sich präsentieren zu können. Ähnlich wie 2018 der Blues-Musiker Pink Pedrazzi äussert sich auch die Newcomer-Band Blue Carpet: Das Tollste am Bebbi-Blues sei das Laufpublikum und dass neue Leute zuhörten, die ansonsten nicht an ihren Konzerten anzutreffen seien.

Nach Blue Carpets letztjährigem Erfolg wird die junge Funk’n’Jazz-Truppe auch dieses Jahr an dem eintägigen Jazz-Event teilnehmen.


   

«Em Bebbi sy Jazz», Freitag, 16. August 2019. Infos unter: www.embebbisyjazz.ch

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