Förnbacher Theater
«E heerligi Naase voll Fasnacht» am 17. Ridicule

Tambouren, Pfyfferinne und Bängg: Das 17. Ridicule im Förnbacher Theater weckt die Vorfreude auf die Fasnacht.

Noemi Lea Landolt
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Glettyse ist, wie bereits letztes Jahr, auch am 17. Ridicule dabei und ergänzt Färimaa als zweiten Bangg.

Glettyse ist, wie bereits letztes Jahr, auch am 17. Ridicule dabei und ergänzt Färimaa als zweiten Bangg.

Zur Verfügung gestellt

Das Förnbacher Theater ist seit 17 Jahren nur provisorisch in den Räumlichkeiten der ehemaligen Zollhalle des Badischen Bahnhofs Basel zu Hause. «Damit ist es wahrscheinlich das längste Provisorium der Region», sagte Helmut Förnbacher an der gestrigen Medienkonferenz. «Wenn der Bahnhof saniert wird, müssen wir hier weg.» Das sei voraussichtlich am Ende der Spielzeit 2017. Aber daran denkt er jetzt noch nicht. Schliesslich steht Anfang Jahr das 17. Ridicule vor der Tür und auch 2017 soll es noch eines geben.

Das Ridicule: «En Oobe wo’s Basler Fasnachts-Härz beriehre soll – aber au d Dängg- und d Lachmusggle», sagt Förnbacher. Die Vorstellungen im kleinen Theatersaal leben von der familiären Atmosphäre: «Bei uns spürt das Publikum jeden Trommelschlag», sagt der Regisseur. Trotzdem werde es im Vergleich zu früher zunehmend schwierig, Leute fürs Theater zu begeistern – vor allem die Jungen. «Viele meinen zudem, um ins Theater zu gehen, müsse man einen Professorentitel oder Bachelor-Abschluss haben», sagt Förnbacher. «Aber wir machen Volkstheater. Das versteht jeder.»

Wie schon in den letzten Jahren spielen am Ridicule ausgezeichnete Pfeiferinnen und Tambouren: Die Pfeiferinnen sind oder waren alle Pfyfferköniginnen; die Tamboure-Grubbe «Pianoforte» ist amtierender Schweizer Meister. Zudem stehen Schauspielerinnen und Schauspieler auf der Bühne – auch Helmut Förnbacher hat einen Auftritt. Das Publikum darf im kleinen Theater mit nostalgischen, kritischen und witzigen Texten rechnen.

Förnbacher selbst freut sich auf die beiden Bängg Färimaa und Glettyse: «Färimaa war das letzte Mal zum ersten Mal am Ridicule und ich habe seine feine Art schätzen und lieben gelernt. Glettyse hingegen drückt auf die Tube.» Damit würden sich die beiden perfekt ergänzen.

S'Ridicule 2016 hat am 6. Januar Permiere am Förnbacher Theater beim Badischen Bahnhof. Weitere Informationen unter www.foernbacher.ch

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