Drachenmuräne
Flecken wie ein Leopard, Kopf wie ein Drache: Im Zolli kann man ein neues Tier bestaunen

Das Vivarium im Zolli hat neue Bewohner. Im Dezember sind zwei Drachenmuränen im Schaubecken 18 eingezogen. Diese spezielle Muränenart ist in Basel das erste Mal zu sehen.

Laura Pirroncello
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Die Färbung und der Kopf unterscheidet die Drachenmuräne von anderen Arten.

Die Färbung und der Kopf unterscheidet die Drachenmuräne von anderen Arten.

Zoo Basel

Das Schaubecken 18 im Vivarium hat das Thema Gifte im Meer. Muränen sind nach Angaben des Zolli zwar bissig. Doch der Biss an sich ist ungiftig. Der Grund: Die Tiere haben keine Giftdrüsen. Doch auch ohne Giftdrüsen sind die Muränen giftig. Man sollte sie also nicht verzehren, da sie sogenannt passiv giftig sind. Das bedeutet, dass sich das Gift bei den Muränen in Form von Proteinen im Blut befindet.

Spezielle Färbung warnt Fressfeinde

In diesem Zusammenhang fallen Drachenmuränen besonders auf. Sie warnen ihre Feinde vor ihrer Giftigkeit mit einer Färbung. Diese ist spektakulärer als bei allen anderen Muränenarten. Die Drachenmuränen haben eine orange bis rote Grundfärbung, worauf sich unregelmässige weisse Flecken mit einer bläulichen oder schwarzen Umrandung befinden.

Wegen dieser Flecken wird das Tier oft auch als Leopardmuräne bezeichnet. Doch der Name Drachenmuräne ist aufgrund der Kopfform die treffendere Bezeichnung.

Das Tier ähnelt einem chinesischen Drachen.

Das Tier ähnelt einem chinesischen Drachen.

Zoo Basel

Der Kopf des Tieres sieht nämlich aus wie ein chinesischer Drache. Der Hauptgrund für dieses Aussehen sind die Nasenöffnungen. Wie andere Muränen haben auch die Drachenmuränen vier Nasenlöcher. Allerdings sind nicht nur die vorderen zwei Nasenlöcher röhrenförmig nach vorne verlängert, sondern auch die beiden hinteren. Die dadurch geschaffene Ähnlichkeit zu chinesischen Drachen wird durch den nach innen gebogenen Kiefer und die sichtbaren Zähne noch unterstrichen.

Die kleine Muräne mag Korallenriffe und felsige Gebiete

In freier Wildbahn leben die Drachnmuränen im tropischen westlichen Indopazifik (vor allem in der Meeresregion von Madagaskar), an der Südküste der Arabischen Halbinsel und im Pazifik südlich von Japan sowie bei Französisch-Polynesien. Ihr Lebensraum besteht aus Korallenriffen und felsigen Gebieten in einer Tiefe von 8 bis 60 Metern.

Die eher kleine Muränenart von 90 Zentimetern Länge versteckt sich gerne in Höhlen. Ihre Nahrung besteht aus kleinen Fischen sowie Krebstieren. Die Bestände sind heute noch relativ gut. Deshalb ist die Drachenmuräne «nicht gefährdet».