Isle of Dreams
DJ-Weltstars zaubern Ibiza-Feeling in die Basler Joggelihalle

Das dreitägige House-Festival weiss zu begeistern – trotz vieler störender Nebengeräusche.

Céline Feller
Drucken
Teilen
Neben der Musik eines der Highlights: Die Lichter-Show.
28 Bilder
Die Tanzfläche war vor allem beim Auftritt von Avicii und während der Main-Acts am Samstag randvoll. Zeitweise wurden keine Leute mehr rein gelassen.
Der Hitze zum Trotz: Die Menge feierte und tanzte stundenlang.
27'000 Elektro-Fans strömten am Wochenende nach Basel.
Die komplett volle St. Jakob Halle.
Alesso heizt der Menge ein.
Der Schwede Alesso überzeugte mit starken Tracks.
Die Farb-Wechsel der Bühne waren sehenswert.
Die Stimmung war überragend.
Eine grosse Bühne für grossartige Künstler.
Trotz vieler Nebengeräusche: Das Festival war ein Highlight.
Das «Isle of Dreams» geniesst grosse internationale Resonanz.
Sein Auftritt war spektakulär: Avicii.
Beim Auftritt des schwedischen Star-DJs war kein Platz mehr frei auf der Tanzfläche.
Sebastian Ingrosso, ehemaliges Mitglied der Band Swedish House Mafia, die sich mitllerweile aufgelöst hat.
David Guetta in Action.
Die Fans waren vor Begeisterung kaum zu halten.
A dream come true! Das «Isle of Dreams»-Festival verzaubert Basel
Immer wieder wurden Papier-Fötzel in die Menge geschossen.
Am gleichen Ort wie seine tausenden von Fans, aber doch in einer ganz anderen Sphäre: David Guetta.
Jeder wollte so weit wie möglich nach vorne kommen, um seine Idole einmal aus nächster Nähe betrachten zu können.
David Guetta und seine Fans.
Die Pyro-Shows heizten dem Publikum wortwörtlich noch mehr ein.
Eines der Highlights des eineinhalbstündigen Auftritts von Guetta: «Love is gone», einer seiner früheren Hits.
Was er anfasst, wird zu Gold: David Guetta.

Neben der Musik eines der Highlights: Die Lichter-Show.

Zur Verfügung gestellt

Tausende von Menschen knien sich auf den Boden, warten auf den einen Moment. Die Musik baut Spannung auf, wird immer schneller, der Beat immer stärker. Und dann ist es so weit: Der Bass setzt ein. Die Menge springt auf, tanzt und feiert. Nicht nur sich selber, nicht nur die Musik, sondern auch den Mann auf der Bühne: David Guetta.

Was der französische Star-DJ am Samstagabend bei seinem Auftritt am «Isle of Dreams»-Festival in der Basler St. Jakobshalle abliefert, ist schlicht grossartig. Wer nach dem ebenfalls fantastischen Auftritt des schwedischen Weltstars Avicii vom Freitag gedacht hat, besser gehe es keinesfalls mehr, wird von Guetta eines Besseren belehrt. Neben aktuellen Hits wie «Bad» und diversen Remixes packt Guetta auch seine früheren Klassiker wie «Love is gone» aus und weiss das Publikum damit vollends zu überzeugen.

Der 46-Jährige animiert die mehrheitlich jungen Besucher und liefert eine der besten, wenn nicht die beste Show des Wochenendes ab. Doch nicht nur Guetta, auch die anderen Weltstars wie Sebastian Ingrosso, Mitglied der Band Swedish House Mafia, die sich mittlerweile aufgelöst hat, Alesso, Afrojack oder Fedde Le Grand verwandeln die St. Jakobshalle für drei Tage wortwörtlich in eine Insel der Träume. Die Crème de la Crème der elektronischen Musik-Szene zaubert Ibiza-Feeling herbei – und das in Basel.

Viele Nebengeräusche im Vorfeld

Nicht nur das Line-up, auch die Licht- und Pyro-Shows halten, was man erwarten kann. Und dann ist da die Temperatur in der Halle. Im Vorfeld des Festivals wurde viel über die wohl herrschende Hitze diskutiert. Für viele war der Location-Wechsel – die Veranstalter funktionierten das eigentliche Open Air zwei Tage vor Festival-Beginn zu einem Indoor-Event um – ein Grund, die Tickets weiter zu verkaufen. Und tatsächlich: Die Hitze ist kaum auszuhalten. Wer sich auf der randvollen Tanzfläche aufhält, kann froh sein, wenn er nicht allzu viel Stoff am Körper trägt. Wohl jeder in der tanzenden Menge ist schweissgebadet, einige können ihre T-Shirts vor lauter Schweiss gar auswringen. Angesichts dieser unangenehmen Hitze und dem alles andere als angenehmen Geruch in der Halle – manch einer fühlt sich an eine Sammlung stinkender, verschwitzter Sporttrikots erinnert – wäre das Festival draussen definitiv besser aufgehoben gewesen.

Auch die Tatsache, dass die insgesamt 3000 Camper nur strikte in Zweierzelten schlafen und pro Kopf nur je zwei Liter Getränke mitnehmen dürfen – Auflagen, die für ein Festival alles andere als üblich sind – sorgt für grossen Unmut. Ebenfalls ein Ärgernis ist die Anzahl Trink- und Essstände, die für ein Festival dieser Grössenordnung viel zu klein ist. Wer Bier will, muss rund 20 Minuten anstehen. Und damit nicht genug: Viele Besucher, die bereits im Besitz eines Tickets sind, werden am Samstagabend wegen Überfüllung der Halle gar nicht erst rein gelassen, wie der Facebook-Seite des Festivals zu entnehmen ist. Dort lassen denn auch viele Besucher Dampf ab.

FCB-Spieler unter den Fans

Die Stimmung in der Halle selber ist aber äusserst gut. Frei nach dem Motto «die Musik ist drinnen genau so gut wie draussen» tanzen 27'000 Festival-Besucher drei Tage lang zum Sound von 76 DJs. Unter den Fans befinden sich auch die ehemaligen FC-Basel-Spieler Christian Giménez und Julio Hernán Rossi sowie die aktuellen Akteure Fabian Frei, Fabian Schär und Philipp Degen.

Am Sonntagabend ist das Festival zu Ende gegangen, gegen 20.30 Uhr mixte mit Calvin Harris der letzte grosse Headliner Musik zusammen und begeisterte mit seinen Klängen. Allen Umständen zum Trotz: Das Festival war ein Highlight. Es bleibt zu hoffen, dass auch nächstes Jahr – mit einer besseren Organisation – wieder in Basel auf der Insel der Träume gestrandet werden kann. Dass auch nächstes Jahr am Ende eines Gigs wieder gerufen wird «Bitte hör nicht auf!». Und dass auch nächstes Jahr wieder Tausende am Boden knien und darauf warten, bis der Bass einsetzt.

Aktuelle Nachrichten