Die Basler Kantonalbank (BKB) gründet ein Start-up-Unternehmen, das digitale Geschäftsmodelle entwickeln soll. Die Tochterfirma, deren Name noch unbekannt ist, wird einen eigenen Standort erhalten und rund ein Dutzend Mitarbeiter mit interdisziplinärem Hintergrund beschäftigen, teilt die BKB mit. Nach vorliegenden Informationen erhält das Start-up über drei Jahre Anschubhilfe von der Muttergesellschaft in Höhe von jeweils drei Millionen Franken. Dann sollte die Firma selbsttragend operieren.

Die BKB verfolgt mit der Initiative nicht nur ambitionierte Geschäftsziele, sondern will sie auch als Statement für den Standort verstanden haben: Mit dem Innovationslabor setze die BKB «bewusst einen Gegenpol zu den etablierten Innovationsstandorten Zürich und Zug».

Ein Alleingang ist allerdings nicht wahrscheinlich. BKB-Sprecher Patrick Riedo bestätigt auf Anfrage, dass die Firma «offen für alle» sei. Bereits seit Wochen kursiert das Gerücht, die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) werde sich mit der BKB an einer gemeinsamen Firma beteiligen. Wahrscheinlich ist auch, dass die BKB einen Technologiepartner einbindet.
Der BKB-Verwaltungsratspräsident, Adrian Bult, gehört zwar nicht der Führung der neuen Firma an; für solche Projekte wurde er von der Basler Regierung jedoch in sein Amt gewählt.