Neujahrswünsche
Das wünschen sich die Basler Promis fürs neue Jahr

Mehr Gelassenheit, eine grosse Feier zum runden Geburtstag und ein bewussterer Konsum: Prominente aus der Region erzählen von ihren Vorsätzen fürs kommende Jahr – und blicken zurück auf die wichtigsten Momente im Jahr 2019.

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Bald heisst es wieder anstossen. Aber halt: Haben Sie Ihre guten Vorsätze fürs nächste Jahr schon definiert? (Symbolbild)

Bald heisst es wieder anstossen. Aber halt: Haben Sie Ihre guten Vorsätze fürs nächste Jahr schon definiert? (Symbolbild)

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 Caroline Rasser, Schauspielerin, Kabarettistin

Caroline Rasser, Schauspielerin, Kabarettistin

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«Silvester ist für mich vor allem ein intensiver Theatertag und eine ebensolche Nacht. Dieses Jahr spielen wir im Theater Fauteuil insgesamt dreimal den ‹HD-Soldat Läppli›, im Tabourettli gibts zweimal ‹Stärnestaub› und im Kaisersaal wird Magrée am Silvesterabend zweimal sein Publikum be- und verzaubern.

Den Moment zum Innehalten, zum Rück- und Ausblicken sowie für Vorsätze gibts zum Jahreswechsel bei mir kaum. Ich schaffe mir diesen Raum – meine ‹Oase› – nämlich jeweils unter dem Jahr. Das kann im Frühling, im Sommer oder im Herbst sein. Dann verreise ich alleine, meist in mein geliebtes New York. Dort finde ich meine Zeit und meinen Raum, um Bilanz zu ziehen, Erlebtes und Revue passieren zu lassen, aber auch, um neue Pläne zu schmieden.

Was dabei jedoch immer gänzlich fehlt, sind Vorsätze. Die sind gar nicht mein Ding! Im Gegenteil; ich kenne mich zu gut, das bringt nichts. Also lasse ich es bleiben und versuche, mein Leben so einigermassen ausgewogen zu gestalten, dass ich ohne solche klarkomme.

Manchmal gelingt mir das ordentlich. Manchmal weniger. Und das ist auch ganz okay so. Ich bin also mit meinem Vorsatz, keine Vorsätze zu fassen, bis heute immer gut gefahren!»

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 Andreas Büttiker, Geschäftsleiter BLT

Andreas Büttiker, Geschäftsleiter BLT

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«2019 ist Pick-e-Bike, das Joint Venture von BLT, Primeo Energie und BKB, mit mehr als 20000 Kunden zwar durchgestartet, den Pilotbetrieb mit E-Rollern mussten wir aber leider abbrechen. Für das kommende Jahr ist es mir ein grosses Anliegen, den Dialog mit meinen Mitarbeitenden zu vertiefen. Als Versuch starte ich ein regelmässiges Treffen unter dem Motto ‹Zmörgele mit em Diräggder›. Wichtig ist mir auch, die Partnerschaft mit den BVB zu intensivieren. Und schliesslich freue ich mich, meinen runden Geburtstag zusammen mit meiner Familie im Piemont zu feiern.»

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 Sandro Lunin, Künstlerischer Leiter Kaserne Basel

Sandro Lunin, Künstlerischer Leiter Kaserne Basel

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«Das Jahr 2019 war mein erstes ganzes Jahr als Künstlerischer Leiter der Kaserne.Der Start an einem Kulturzentrum wie der Kaserne ist mit immensen Erwartungen verknüpft, in erster Linie natürlich an sich selber, doch auch ans Team, ans Publikum, an die Künstlerinnen und Künstler und logischerweise auch umgekehrt. Die Wunschliste, was alles verwirklicht werden soll, füllt rasch Bände.

Der grösste Vorsatz war es, Sorgfalt zu tragen zum Team, die alten und neuen Mitglieder zusammenzuführen und eine gemeinsame Energie und inhaltliche Perspektive zu für das Haus zu entwickeln. Gleichzeitig galt es, möglichst offen auf die Region und ihr Publikum zuzugehen. Vieles gelang erstaunlich mühelos, ich traf auf offene Türen, herzliches Willkommen und lebhaftes Interesse an neuen Programmformen.

Noch gibt es blinde Flecken, noch gelingt nicht jedes Vorhaben nach Wunsch. Doch wenn man eine Nacht wie die Premiere des Choreografen Jeremy Nedd mit der Impilo Dance Company aus Johannesburg erleben konnte, bei der das Stück in eine grandiose Musiknacht überging, dann enthüllt sich das Potenzial, welches dieses Haus birgt. Hier wollen wir anknüpfen mit unseren Vorsätzen für 2020. Wir werden die regionale Szene weiter weltweit verknüpfen und neue Formen zeitgenössischer Musik, Theater, Tanz und Zirkus unter einem Dach vereinen.»

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 Ines Goldbach, Direktorin Kunsthaus Baselland

Ines Goldbach, Direktorin Kunsthaus Baselland

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«Sie kennen das sicher: Zum Jahresende blickt man zurück auf ereignisreiche 12 Monate und denkt sich, dass das im nächsten Jahr anders laufen muss; dass es im neuen Jahr eine gute Idee sein könnte, sich weniger vorzunehmen, mehr Pausen zu machen und ab und an Nein zu sagen. So geht es mir fast jedes Jahr.

Auch jetzt schaue ich zurück auf ein Jahr im Kunsthaus Baselland mit 9 Ausstellungen, über 70 Veranstaltungen und Führungen, mehreren Katalogen und auch privat einem überaus vollen Terminkalender, den ich kaum mehr entziffern kann, so dicht ist er geworden. Dann jedoch denke ich an all die inspirierenden und guten Begegnungen mit den vielen Künstlerinnen und Künstlern aus nah und fern, die mit ihren Werken das Kunsthaus Baselland jedes Mal in etwas Besonderes gewandelt haben, und an die vielen Besucherinnen und Besucher, mit denen wir ins Gespräch kommen konnten.

Ich denke auch an schöne Abende mit Freunden mit gutem Essen und Gesprächen, an anregende Bücher, herrliche Ausflüge und unzählige glückliche Momente. Ich denke an all die vielen Erfahrungen und Entdeckungen, die ich machen konnte, eben weil ich nicht ständig Nein gesagt habe und offen geblieben bin. So blicke ich auf meinen noch fast blütenweissen Kalender für das neue Jahr und bin schon sehr gespannt, womit er sich im kommenden Jahr anreichern wird.»

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 Tobias Fankhauser, Handcycling-Athlet, Medaillengewinner Paralympics 2016

Tobias Fankhauser, Handcycling-Athlet, Medaillengewinner Paralympics 2016

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«Nachdem ich 2018 aus gesundheitlichen Gründen die Saison hatte abbrechen müssen, nahm ich mir für dieses Jahr vor, meinen Formaufbau mit viel Geduld in Angriff zu nehmen. Leider war meine Geduld bald aufgebraucht, sodass ich im Frühling in ein Übertraining geriet und deshalb meine Trainings- und Wettkampfplanung anpassen musste. So ist mein Vorsatz für das neue Jahr derselbe, und ich setze alles daran, die Vorbereitung auf die Paralympics in Tokio mit der nötigen Geduld und Gelassenheit anzugehen.»

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 Florence Develey, Pfarrerin, Kinderbuchautorin, Moderatorin

Florence Develey, Pfarrerin, Kinderbuchautorin, Moderatorin

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«Rückblickend betrachtet, waren meine Vorsätze für das Jahr 2019 ziemlich egoistisch. Ich nahm mir vor, mehr Sport zu treiben und weniger Süsses zu essen. Selbstverständlich ist es mir nicht gelungen, mich daran zu halten. Das war mir aber, ehrlich gesagt, schon im Vornherein klar. Deshalb möchte ich im neuen Jahr etwas anderes ausprobieren. Ich denke, dass es mir auch einfacher fallen wird, diese Vorsätze umsetzen zu können.

Angesichts der Herausforderungen, die sich der Welt momentan stellen, sind wir alle gefordert, unseren Beitrag zu leisten. Der Klimawandel ist eine Tatsache und ich möchte in den nächsten Monaten noch stärker versuchen, im Kleinen etwas für die Umwelt zu tun. Ich werde darauf achten, regional und saisonal einzukaufen. Das mache ich zwar schon heute, könnte mich aber noch verbessern. Auch habe ich mir vorgenommen, im Garten mehr Pflanzen stehen zu lassen. Sie kommen oftmals den Tiere zugute. Das ist kein grosser Aufwand und man macht etwas Gutes.

Ganz abgesehen von diesen Überlegungen möchte ich freundlicher sein. Überall, wo man hinschaut, sieht man Leute mit einer finsteren Miene. Sie machen den Eindruck, unzufrieden zu sein. Dabei geht es uns doch gut. Mehr Freundlichkeit an den Tag zu legen, ist relativ einfach. Man muss sich einfach stets bemühen.»

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 Gabriel Barell, Direktor Basler Gewerbeverband

Gabriel Barell, Direktor Basler Gewerbeverband

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«Ich nehme mir lieber kleinere, persönliche Dinge vor. So habe ich über die Weihnachtstage einen ganzen Stapel ungelesene Bücher sortiert, geschäftliche wie private, die ich 2020 lesen will. Zum Beispiel ‹Kapitalismus ist nicht das Problem, sondern die Lösung› oder ‹Die Weisheit alter Hunde›. 2019 hatte ich mir vorgenommen, mich gleich viel zu bewegen wie unser Hund. Hat nicht geklappt. Dafür haben wir einer schwer erkrankten Freundin einen Wunsch erfüllt, nochmals nach Griechenland aufs Segelboot zu kommen und im Meer zu baden. Dieses Vorhaben konnten wir zum Glück realisieren.»