Corona
Wer sich nicht testen lassen will, darf nicht mit ins Schullager

Die Bilanz kurz vor den Herbstferien auf allen Schulstufen in Basel-Stadt sei erfreulich, so das Erziehungsdepartements. Bei den Lager-Schutzkonzepten mussten allerdings weitere Sicherheitsmassnahmen getroffen werden. Und der Bestand an CO2-Messgeräten wird von 21 auf 100 aufgestockt.

Nora Bader
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Symbolbild: Wer sich nicht testen lassen will, besucht den regulären Unterricht in einer anderen Klasse.

Symbolbild: Wer sich nicht testen lassen will, besucht den regulären Unterricht in einer anderen Klasse.

Dolores Rupa

Während nach den Sommerferien immer mehr Schulkinder und Lehrpersonen sich mit dem Coronavirus ansteckten, hat sich die Situation mittlerweile etwas beruhigt.

Die Basler Schulen werden von rund 25'000 Schülerinnen und Schülern besucht. 160 von ihnen befanden sich gemäss Erziehungsdepartement Basel-Stadt am Stichtag der letzten Woche in Selbstisolation oder in Quarantäne. Damit liege der Wert deutlich unter einem Prozent. Bei den Lehrpersonen liege der Wert noch tiefer: Von insgesamt rund 3700 Lehrpersonen befinden sich aktuell neun in Selbstisolation oder in Quarantäne.

Neue CO2-Messgeräte für Schulzimmer

Ein wichtiges Instrument, um diese Werte weiter tief zu halten und Ausbrüche früh zu erkennen, seien die repetitiven Tests, die auf allen Schulstufen durchgeführt werden, so Erziehungsdirektor Conradin Cramer am Mittwoch vor den Medien. Dank der Tests könnten Infektionsketten unterbrochen werden. Und: «Gruppenquarantänen gibt es nur noch in Einzelfällen», so Cramer weiter. Der Aufwand für die Schulstandorte, diese Tests zu organisieren, sei aber zu Beginn sehr gross gewesen. Mittlerweile habe sich das System eingespielt. Wöchentlich werden an den Volksschulen rund 15'000 Schülerinnen und Schüler getestet, bei den weiterführenden Schulen sind es gegen 4000 Schülerinnen und Schüler.

Markus Ledergerber, Leiter Kinder- und Jugendgesundheitsdienst Gesundheitsdepartement und Erziehungsdirektor Conradin Cramer informierten die Medien über die aktuelle Situation an Basler Schulen

Markus Ledergerber, Leiter Kinder- und Jugendgesundheitsdienst Gesundheitsdepartement und Erziehungsdirektor Conradin Cramer informierten die Medien über die aktuelle Situation an Basler Schulen

Kenneth Nars

Der Bestand von 21 CO2-Messgeräten werde auf 100 aufgestockt, so Cramer weiter. Die Messgeräte sorgen seit längerem für hitzige Diskussionen. Sie seien den Basler Schulen schon vor der Pandemie zur Verfügung gestanden, so Markus Ledergerber, Leiter Kinder- und Jugendgesundheitsdienst Basel-Stadt.

Abschaffung der Maskenpflicht

«Die Schutzkonzepte sind unverändert wichtig, um die Coronasituation an den Schulen in Schach zu halten», hält das Erziehungsdepartement fest. Bewährt habe sich die Abschaffung der Maskentragpflicht im Unterricht. Dazu Cramer:

 Conradin Cramer, Vorsteher Erziehungsdepartement an der Medienkonferenz.

Conradin Cramer, Vorsteher Erziehungsdepartement an der Medienkonferenz.

Kenneth Nars
«Der pädagogische Gewinn dieser Massnahme ist deutlich spürbar und wird von Lehrpersonen und Schülerinnen und Schülern gleichermassen begrüsst.»

Eine Anpassung gebe es bei den Lager-Schutzkonzepten. Seit den Sommerferien haben 25 Lager stattgefunden, drei davon mussten wegen positiver Testergebnisse abgebrochen werden. «Dies war für alle Teilnehmenden frustrierend», so Cramer. Deshalb gilt neu für alle Erwachsenen sowie für die Schülerinnen und Schüler eine Testpflicht vor Lagerbeginn. Das ED hält fest:

Markus Ledergerber, Leiter Kinder- und Jugendgesundheitsdienst Gesundheitsdepartement.

Markus Ledergerber, Leiter Kinder- und Jugendgesundheitsdienst Gesundheitsdepartement.

Kenneth Nars
«Schülerinnen und Schüler, die sich nicht testen lassen, besuchen während des Lagers den regulären Unterricht in einer anderen Klasse.»

Ebenfalls gab es ein kurzzeitiges Angebot für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II, sich an sogenannten «Walk-in-Tagen» im Impfzentrum impfen zu lassen. Dieses Angebot konnte gemäss Erziehungsdepartement bisher an vier Tagen genutzt werden. Insgesamt hätten 502 Schülerinnen und Schüler an der Aktion teilgenommen. Weitere niederschwellige Impfangebote sind gemäss Erziehungsdepartement für nach den Herbstferien geplant.

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