Corona-Ersatz
Der Vogel Gryff kommt als Hörspiel ins Kinderzimmer

Am kommenden Samstag hätte der Vogel Gryff stattfinden sollen, als Ersatz für das bereits frühzeitig gestrichene Datum im Januar. Doch auch dieser Termin fällt coronabedingt ins Wasser. Dennoch gibt es den Vogel Gryff trotzdem – als Märchen.

Tobias Gfeller
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Statt auf der Mittleren Brücke tanzt der Vogel Gryff in diesem Jahr akkustisch durch die heimische Stube oder durchs Kinderzimmer.

Statt auf der Mittleren Brücke tanzt der Vogel Gryff in diesem Jahr akkustisch durch die heimische Stube oder durchs Kinderzimmer.

Roland Schmid

Die Arbeitsgruppe «s Spiil bewegt» der Drei Ehrengesellschaften entwickelte gemeinsam mit dem Verein Fasnachtshuus das Hörspiel «Es glopfd dr Gryff – diryff diff diff». Das Märchen ist als CD ab Samstag für 25 Franken bei Bider&Tanner im Grossbasel und bei Moccaraba im Kleinbasel erhältlich.

Im Märchen treffen Fantasie und Realität aufeinander, frohlockt Andreas Lehr, Spielchef der Drei Ehrengesellschaften. Das Mädchen Alena wohnt als Waisenkind im Waisenhaus. Es darf in diesem Jahr, eingeladen vom Spielchef, dem Geschehen beim Vogel Gryff auf der Mittleren Brücke ganz nah sein. Doch wenige Tage vor dem Kleinbasler Feiertag bricht sich Alena das Bein. Ihr grosser Traum droht zu platzen. Was dann passiert, zeigt die ganze Magie und Mystik des Vogel Gryff. Aus Enttäuschung und Trauer werden Freude und Begeisterung.

Mehr möchte Lehr nicht verraten. Nur so viel: «Man erhält unter dem Motto ‹das hani gar nid gwüsst› Insidergeschichten vom realen Vogel Gryff erzählt.» Und weil das Märchen möglichst authentisch sein soll, wurden die Stimmen der Personen der Ehrengesellschaften auch von realen Personen eingesprochen. Den Vogel Gryff spricht Daniel Buser, den Leu Mathias Brenneis. Dieser hat sich zusammen mit Roman Huber das Märchen ausgedacht.

Ein Märchen mit Sucht-Potenzial

Die Geschichte ist in 13 Kapitel aufgeteilt. Ideal, um jeweils vor dem Schlafengehen ein Kapitel zu hören. Doch Andreas Lehr warnt:

«Sie werden es nach dem ersten Kapitel nicht abstellen und erst nach dem letzten einschlafen.»

Die Drei Ehrengesellschaften hoffen, mit dem Hörspiel den Basler Kindern leuchtende Augen und spitze Ohren zu zaubern, auch wenn für einmal nur im Kinderzimmer und nicht auf den Strassen des Kleinbasel.

Für leuchtende Augen bei Gross und Klein

Der Spielchef verspricht, dass die Geschichte auch für Erwachsene «irrsinnig» ist. «Wir wollten den Kindern, aber auch den Erwachsenen in dieser für alle schwierigen Zeit ein Zückerchen bieten.» Und wenn erst mal die Stimme des Märchenonkels – wer könnte es anderes sein als Tausendsassa René Häfliger – ertönt, werden die Augen sicher leuchten und die Ohren gespitzt sein.

Wer den Wild Maa spricht, verraten die Drei Ehrengesellschaften erst kurz vor Verkaufsstart am Samstag. «Ein prominenter Name», deutet Lehr lediglich an.