Basel
Betrüger kassieren Kautionen für Wohnungen, die sie gar nicht besitzen

In Basel sind Mitbetrüger am Werk: Sie verlangen Kautionen für Wohnungen, ermöglichen aber keine Besichtigung dieser Objekte. Das Geld geht auf ein ausländisches Konto und wenn der Mieter zur Wohnung kommt, ist diese bereits bewohnt.

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Die Täter würden im Internet auf Online-Plattformen fingierte Inserate schalten. Diese seien oft leicht am fehlerhaften Deutsch und Englisch zu erkennen. (Symbolbild)

Die Täter würden im Internet auf Online-Plattformen fingierte Inserate schalten. Diese seien oft leicht am fehlerhaften Deutsch und Englisch zu erkennen. (Symbolbild)

Keystone

Die Masche ist eigentlich simpel: Angebliche Vermieter verlangen für eine Wohnung eine Kaution, ermöglichen aber keine Besichtigung. Das Geld fliesst auf ein Konto im Ausland oder muss per Geldtransferfirma ins Ausland geschickt werden. Kommt der vermeintliche Mieter dann vor seinem neuen Heim an, stellt sich heraus: Die Wohnung ist bewohnt und war nie zur Vermietung.

Laut René Gsell, dem Sprecher der Basler Staatsanwaltschaft, seien in den letzten Tagen knapp ein Dutzend Anzeigen eingegangen. «Es geht meist nicht um langfristige Mietverhältnisse, sondern um Vermietungen für ein paar Tage oder Wochen, vor allem während Messen wie der Baselworld», erklärt er.

Die Täter würden im Internet auf Online-Plattformen fingierte Inserate schalten. Diese seien oft leicht am fehlerhaften Deutsch und Englisch zu erkennen. «Es betrifft vor allem englischsprachige Inserate, die sich an ausländische Interessenten richten», so Gsell. Die Mietzinse lägen oft deutlich unter den marktüblichen Preisen.

Die Wohnungen, die angepriesen werden, existierten zwar tatsächlich, nur befänden sie sich eben nicht im Eigentum der Betrüger.

Zu erkennen seien die Kautions-Gauner vor allem daran, dass sie meist nur über Mobiltelefon oder E-Mail-Adressen erreicht werden könnten und nie persönlich in Erscheinung treten würden. (dre)

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