Basler Bildungspolitik
«Die Mitte» fordert Uni-Filiale im Ausland

Aus Angst vor einer Benachteiligung nach dem Scheitern des Rahmenabkommens soll die Basler Regierung prüfen, ob die Universität Basel eine Tochter-Uni im Elsass oder Badischen gründen könne.

Patrick Marcolli
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Bald ein Ableger im Ausland? Die Universität Basel.

Bald ein Ableger im Ausland? Die Universität Basel.

Bild: Christoph Zehnder

Die Universität Basel mit einem Sitz im Elsass oder im Badischen? Eine prüfenswerte Sache, findet «Die Mitte» Basel-Stadt. Nach dem Scheitern des institutionellen Rahmenabkommens zwischen der Schweiz und der EU. «Für die Universität, die Fachhochschule und Forschungsinstitutionen bedeutet dieser Abbruch die sehr reale Gefahr, bei europäischen Programmen rauszufliegen oder bei neuen Programmen nicht berücksichtigt zu werden», schreibt Grossrätin Andrea Elisabeth Knellwolf in ihrem entsprechenden Vorstoss an die Basler Regierung. Für den Standort Basel sei dies besonders heikel und schade der Region langfristig.

Zu prüfen sei deshalb, ob die Universität Basel nicht im Elsass, zum Beispiel auf frei gewordenen Flächen des ehemaligen AKW Fessenheim, oder aber in Lörrach oder Weil am Rhein eine Tochter-Universität gründen könne. Dieser Vorgang wäre nicht aussergewöhnlich, im Gegenteil, schreibt Knellwolf: «Die Gründung von Uni-Filialen im Ausland entspricht einem weltweiten Trend: 2017 hatte Oxford etwa die Idee, eine Filiale in Paris zu gründen als Reaktion auf den Brexit.»

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