Avo Session
Avo Session-Chef Müller: «Der Aufwand ist dieses Jahr grösser als zuvor»

Session-Präsident Matthias Müller freut sich auf die Konzerte, der temporäre Umzug ins Musical Theater strapaziert allerdings das Budget. Im Interview spricht er über das spezielle Ambiente, seine persönliches Highlight und die Bevorzugung von VIP's.

Jasmin Grasser
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Matthias Müller, Festivalpräsident der Basler AVO-Session

Matthias Müller, Festivalpräsident der Basler AVO-Session

bz

Herr Müller, mit dem Umzug ins Musicaltheater kamen viele Herausforderungen auf Sie zu.
Matthias Müller: Auf jeden Fall. Dieses Jahr wird es enger, vor allem im Foyer. Der Lokalitätenwechsel ist sicher Respekt einflössend. Die Platzanzahl ist dieselbe, wie es in der Messehalle war. Hätten wir Tische aufgebaut, hätte dies die Kapazitäten halbiert. Der Aufwand ist dieses Jahr grösser als zuvor.
Die Avo Session lebt von dem Ambiente. Wenn Sie auf Tische und Kerzen verzichten - schaffen Sie es, die Atmosphäre zu halten?

Wir haben versucht, die Tische auch im Musicaltheater aufzubauen. Wir haben uns überlegt, die Sitzreihen mit Holz zu überbauen oder die Sitze herauszunehmen. Jedoch konnte uns niemand den Einfluss auf die Akustik, die im Musical Theater sehr gut ist, voraussagen.Ausserdem hätte es die Platzzahl halbiert. Das Ambiente wird ein anderes sein, doch die Avo Session besticht auch durch das Programm. und das ist dieses Jahr besser als zuvor. Wir sind im Vergleich zur ersten Ausgabe offener geworden, was das musikalische Spektrum betrifft. Wir haben unser Budget anstatt in einen improvisierten Umbau des Musical Theaters lieber in das musikalische Programm investiert.
24 Sänger und Bands werden ab Mitte Oktober in Basel auftreten. Wann stand das Programm fest?
Die erste Zusage bekamen wir von Juanes bereits im Februar. Rod Stewart zu verpflichten, war am kostspieligsten, allerdings springt hier der Gönnerverein ein. Und am schwierigsten war es, an Gotye ran zu kommen.
In der 27. Ausgabe gibt es 12 Konzertabende. Letztes Jahr waren es 14. Liegt dies auch am Umzug?
Das hat sich ergeben, weil wir unser Budget von 7,5 Millionen einhalten mussten. Das Gastspiel im Musical Theater ist für uns sehr teuer. Wir müssen unter anderem die Bühne technisch nach den Ansprüchen der Avo Session einrichten.
Der Aufwand mit dem Umzug ist gross. Stand nicht zur Debatte, dieses Jahr eine Pause einzulegen?
Nein. Die Avo Session für ein Jahr abzusagen, war nie eine Alternative. Wir sind ein Unternehmen, dass die Einahmen ausfallen, können wir uns nicht leisten.
Welche Konzerte sind Ihre Highlights?
Schwierig zu sagen. Ich freue mich auf den Abend mit Gotye und Esperanza Spalding. Aber auch auf Rod Stewart, Imany und Katie Melua. Ich mag die Charakterköpfe, wie zum Beispiel Dieter Meier und Alice Cooper.
Für die VIPs wird während des Festivals beim Riehenring/Erlenmattstrasse ein Zelt aufgestellt.
Genau. Dieses ist aber nicht nur für VIPs gedacht. Diese werden sich wahrscheinlich zum grössten Teil im Musical Theater aufhalten.
Befürchten Sie nicht, der zusätzliche Lärm könnte die Anwohner, die bereits den Messumbau als Lärmquelle haben, verärgern?
Der Lärm im Zelt fällt nicht ins Gewicht. Die Künstler und Besucher halten sich vielleicht eine Stunde vor dem Konzert dort auf.

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