Gewerbe
Auf dem Areal der abgebrannten Villa Rosenau entsteht ein Gewerbepark

Auf dem Areal der abgebrannten Villa Rosenau bekommen Gewerbetreibende der Region Ausbaumöglichkeiten. Dazu müssen sie Gemeinschaften bilden. Genutzt werden soll dieser von produzierenden und handwerklichen Betrieben aus Stadt und Region.

Stefan Schuppli
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Auf dem Areal der abgerissenen Villa Rosenau soll ein Gewerbepark entstehen.

Auf dem Areal der abgerissenen Villa Rosenau soll ein Gewerbepark entstehen.

Nicole Nars-Zimmer

Schreiner, Sanitärfirmen, Schlosser, Plättlileger - viele dieser Handwerks- und Gewerbebetriebe sind in den vergangenen Jahren in Platznot geraten. Und wegen den Lärm- und Geruchsimmissionen sind sie in Wohnquartieren nicht wirklich gern gesehen. Zudem sind die Mieten auch für das Gewerbe angestiegen. Auf dem Immobilienmarkt können sie mit gutzahlenden Mietern oder Dienstleistungsfirmen oft nicht mithalten.

An der Neudorfstrasse, nahe der französischen Grenze und der Autobahn, entsteht auf 4300 Quadratmetern in den kommenden Jahren ein neues Areal für das produzierende und handwerkliche Gewerbe der Region. Der Basler Regierungsrat hat eine entsprechende Arealstrategie verabschiedet, heisst es in einer Medienmitteilung vom Dienstag. Die Strategie sei in Abstimmung mit dem Gewerbeverband Basel-Stadt und dem Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) entwickelt worden.

Das Areal war wegen einer jahrelangen Hausbesetzung in den Schlagzeilen. Die «Villa Rosenau», wie das Haus genannt wurde, brannte im Februar ab und wurde abgerissen. In der Folge wurde wurden die Forderung nach einer Konzerthalle laut.

Auf dem Areal soll «im Sinne der Verdichtung und des haushälterischen Umgangs mit dem Boden» ein mehrgeschossiges Gebäude erstellt werden, heisst es in der Mitteilung.

Wie viele Firmen oder Arbeitsplätze dort dereinst Raum finden sei offen, sagt Elias Schäfer, vom Gewerbeverband. Das hänge von der Geschossigkeit der Gebäude ab. Die Lage so nahe der Autobahn sein «ideal», selbst für Grenzgänger.

Immobilien Basel-Stadt (IBS) wird das Areal Neudorfstrasse im Baurecht abgeben. «Dies gibt den Gewerbetreibenden die Möglichkeit, die Planung und Realisierung des Gebäudes selbst zu bestimmen.»

Das Gewerbe und der Kanton haben dabei eine anspruchsvolle Vorgehensweise gewählt: Im Rahmen einer Ausschreibung müssen sich Gruppen von interessierten Gewerbeunternehmen für das Baurecht bewerben. «Das hat den Charakter eines Pilotprojekts», sagt Rolf Borner, Leiter Portfoliomanagement von IBS. Im «Normalfall» übernehme bei einer solchen Gewerbezone ein Investor den Lead. Dies sei auch der «Plan B», falls die Gruppenbildung scheitern würde.

Die Ausschreibung startet im Herbst 2013. Für die Sichtung der Bewerbungen wird ein Gremium eingesetzt, in dem verwaltungsinterne und externe Fachpersonen vertreten sind. Den Entscheid zur Vergabe trifft die Regierung.

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