Gemeindeparlament
Allschwil springt in die Bresche und spricht 85'000 für die 64er-Verlängerung

Das Gemeindeparlament stimmt einem Budgetantrag zu, mit dem Allschwil einmalig die Hälfte der Kosten für die Verlängerung der Buslinie 64 übernimmt. Eigentlich hätte die 85'000 Franken der Kanton tragen sollen.

Benjamin Wieland
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Könnte schon im kommenden Frühjahr bis Basel-Bahnhof St. Johann verkehren: Die Busline 64.

Könnte schon im kommenden Frühjahr bis Basel-Bahnhof St. Johann verkehren: Die Busline 64.

Nars-Zimmer Niz/Archiv

Die Verlängerung der Buslinie 64 könnte nun doch früher in Betrieb gehen. Allschwil ist bereit, 85'000 Franken an die Verlängerung zu bezahlen. Das entspricht der Hälfte der Kosten, welche das Vorhaben auslöst. Der 64er könnte folglich schon im Frühjahr 2022 das Bachgraben-Gebiet mit dem Bahnhof St. Johann in Basel verknüpfen, statt im Bachgraben zu wenden.

Ursprünglich hätte der 64er schon per Fahrplanwechsel 2021 bis Basel verkehren sollen. Doch Basel-Stadt erteilte dem Angebotsausbau eine Absage. Man wolle wegen des momentan defizitären öffentlichen Verkehrs mit der Investition zuwarten. Aus diesem Grund zog auch Baselland im September seinen Beitrag zurück. Die neue Verbindung wäre folglich frühestens per Ende des kommenden Jahres möglich gewesen.

Noch brauchts den gleichen Betrag aus Basel

In der Regel werden derartige ÖV-Angebote von den Kantonen bestellt und finanziert. In diesem Fall springt nun Allschwil in die Bresche. Im Allschwiler Einwohnerrat wurde im November ein Budget-Postulat eingereicht, welches fordert, dass die Gemeinde den hälftigen Anteil der Kosten der Verlängerung übernimmt. Das Gemeindeparlament hat den Vorstoss an seiner Sitzung am Dienstag überwiesen. Auch der Gemeinderat hatte sich hinter das Begehren gestellt.

Noch nicht klar ist, ob Basel-Stadt nun auch tatsächlich nachzieht. Vom Stadtkanton wäre ein Betrag in der gleichen Höhe notwendig. Bislang konnte man aber diesbezüglich aus dem Basler Rathaus positive Signale vernehmen.

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