Basel
Alle wollen in den Vorstand von «Nie wieder Atomkraftwerke»

Die Basler Sektion des Vereins «Nie wieder Atomkraftwerke» ist noch keine zwei Monate alt. An der Mitgliederversammlung, die heute Abend stattfindet, wird es einen Run auf den Vorstand geben. Ein Dutzend Personen haben Ambitionen angemeldet.

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2000 Personen an Anti-AKW-Demo in Basel

Am 26. Arpil wurde die Basler Sektion der NWA ins Leben gerufen. Mit einer Grossdemo gegen das AKW Fessenheim hat sie inzwischen bereits Schlagkraft bewiesen.

Nun wird der Verein auch für Politiker und Politikerinnen jeglicher Couleur zum Thema. Ein Dutzend Personen, die meisten von ihnen Politiker, drängen in den Vorstand. Heute Abend wird an der Mitgliederversammlung im Unternehmen Mitte gewählt.

Nur SVP und FDP wollen nicht

Ausser der SVP und der FDP sind alle politischen Parteien vertreten. So will etwas Osi Inglin von der CVP in den Vorstand genauso wie David Wüest-Rudine von der GLP. Auch Steffi Lüthi-Bründerlin (SP), Annemarie Spinnler (SP) und Anita Lachenmeier (SP) wollen mittun. Remo Gallacchi (CVP9, Christoph Wydler (EVP), Christine Gorrengourt (CVP) und Maya Graf (Grüne) wollen zumindest NWA-Mitglied werden. Der eine oder andere wird auch noch in den Vorstand einziehen, wie NWA-Sprecher Jan Schudel gegenüber bz erklärt. «Es haben sich noch nicht alle festgelegt.»

Dazu kommen noch eine Reihe junger und politisch interessierter Personen, die ebenfalls NWA-Vorstand werden wollen.

Ausschuss widmet sich Kernthemen

Der Andrang auf den Vorstand kommt auf für die NWA überraschend, wie Schudel sagt. «Fukushima hat bis weit in die bürgerlichen Parteien Bewegung in der AKW-Frage gebracht. Das zeigt sich nun am Interesse an der NWA.» Dazu komme, dass die NWA zusammen mit anderen Organisationen die Grossdemo gegen Fessenheim auf die Beine gebarcht. Die Anti-AKW-Plattform will der eine und andere Politiker nun nutzen. Im Herbst sind schliesslich Wahlen.

Der Gross-Vorstand, der sich bereits abzeichnet, soll die Kräfte in mehrere Arbeitsgruppen stecken. Übers eigentliche Kerngeschäft soll wie bisher ein Ausschuss des Vorstandes wachen. Dieser wird um eine Person auf sechs Mitglieder aufgestockt. Neu dabei ist keine bekannte politische Kraft, sondern die Informatikerin Anita Lerch. (rsn)

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