BIZ
90 Jahre Bank für Internationalen Zahlungsausgleich: Die grosse Unbekannte von Basel

Vor 90 Jahren wurde die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) gegründet. Seitdem geht beim Centralbahnplatz die weltweite Finanzelite ein und aus.

Tobias Ehrenbold
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Kein Schweizer Territorium: Der BIZ-Turm am Centralbahnplatz ist rechtlich vergleichbar mit einer ausländischen Botschaft.

Kein Schweizer Territorium: Der BIZ-Turm am Centralbahnplatz ist rechtlich vergleichbar mit einer ausländischen Botschaft.

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Der amerikanische Reporter konnte es kaum glauben. Keine grossen Lettern an der Fassade, noch nicht einmal eine kleine Bronzeplatte verriet ihm die Identität der neuen «Superbank», von der die internationale Presse berichtet hatte. Tatsächlich gebe es wohl nirgends eine Bank, die weniger wie eine Bank ausschaut, schrieb er im Sommer 1930 im «New York Times Magazine». In Basel dagegen war man nichtssagende Hauseingänge gewohnt. Noch heute stehen an mancher Adresse höchstens Initialen an der Tür. Jene, die wissen sollen, wer hier wohnt, die wissen es. Alle anderen stehen vor einem Rätsel. So sollte es auch im Falle jener Bank bleiben, die am 17. Mai 1930 ihre Geschäfte aufgenommen hatte, die Bank für internationalen Zahlungsausgleich, kurz BIZ. Hinter dem sperrigen Namen steht die erste internationale Finanzorganisation der Welt.

Nicht Amsterdam, nicht London, nicht Paris, nicht Zürich

Ein knappes Jahr vor der Eröffnung telefonierte der Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB) nach Basel. Die Kollegen aus Frankreich hatten ihm eine Information gesteckt, die er doch bitte dem Finanzdepartement im Stadtkanton vermitteln solle, nämlich: Die grossen Zentralbanken Europas könnten sich Basel gut als Standort der geplanten «Reparationsbank» vorstellen. Diese sollte die Schuldzahlungen abwickeln, die nach dem Ersten Weltkrieg vereinbart worden waren.

Die Wahl des Standorts beschrieb der SNB-Präsident als Hahnenkampf: London komme für die Franzosen partout nicht in Frage, Paris sei für die Briten ein No-Go, die Deutschen stemmten sich mit aller Kraft gegen Brüssel, die Belgier wiederum gegen Amsterdam. Auch Zürich hatte sich in Stellung gebracht, wie die Franzosen die Basler via Bern wissen liessen. Jedoch etwas gar offensiv, was bei den Zentralbanken eher schlecht angekommen sei – ausser bei den Deutschen, den Erzfeinden der französischen Informanten.

Die Jubiläumsausstellung und Corona

Generaldirektor Agustín Carstens sagt zur geplanten Ausstellung: «Wir schätzen die Unterstützung, die wir hier in Basel in den letzten 90 Jahren erfahren haben. Wir freuen uns darauf, der hiesigen Bevölkerung im Rahmen einer einwöchigen Jubiläumsausstellung nächstes Jahr unsere Türen zu öffnen und in der BIZ willkommen zu heissen.»

Eine Pressesprecherin ergänzt: Der Ablauf und die Planung für diese öffentliche Ausstellung werden derzeit angepasst, da die BIZ die aktuellen Entwicklungen rund um das Coronavirus berücksichtigt. Die geplante Ausstellung ist entsprechend auf nächstes Jahr verschoben worden, gemäss der gesetzlichen Gesundheitsmassnahmen.»

Die Bemühungen der Basler Regierung sowie der Handelskammer und den lokalen Banken waren daraufhin erfolgreich: Im Herbst 1929 bestimmte ein Organisationsausschuss Basel zum Sitz der BIZ. In der Stadt verdammten die Kommunisten den Aufbau einer neuen «Zwingburg» des Kapitalismus, während sich Bürgerliche etwas internationalen Glanz erhofften. Zürich hatte Basel längst als wichtigster Bankplatz der Schweiz abgelöst, immerhin bestand nun Aussicht auf die erste internationale Finanzorganisation der Welt.

Die Schweiz gestand der BIZ im Januar 1930 Sonderrechte zu, die bis heute gelten: Die Bank bezahlt keine Steuern und ihre Geschäftsräume sind «unverletzlich» – sie stehen zwar auf Schweizer Staatsgebiet, aber die Schweizer Behörden, einschliesslich der Polizei, erhalten nur dann Zutritt, wenn die BIZ es ihnen erlaubt.

Was für ein Haus zu dieser speziellen Organisation passen könnte, beschäftigte Basel im Frühjahr 1930. «Eine Anzahl grosser Villen und sonstiger grösseren Gebäude an passenden Lagen», bot ein Makler an, der Kanton unter anderem das Haus zum Kirschgarten. Schliesslich wählte die BIZ nicht das elegante Stadtpalais, sondern das ehemalige Grand Hôtel et Savoy d’Univers, einen schwerfälligen Bau an der Ecke Centralbahnstrasse/Elisabethenanlage. Er war kurz nach der Jahrhundertwende im Zuge des neuen Centralbahnhofs erbaut worden, seit Jahren stand der Kasten leer. Neben der sofortigen Verfügbarkeit war die Lage der entscheidende Vorteil des ehemaligen Hotels: Die regelmässig aus halb Europa anreisenden Zentralbanker konnten mit dem Zug fast zum Eingang der BIZ fahren.

Weltkriegs-Reparationen und Nazi-Raubgold

Die Stellen in der BIZ waren begehrt. Es lockten nicht nur gutdotierte und steuerfreie Einkommen, sondern auch der Status der Immunität. In den ersten Wochen gingen 13'000 Bewerbungen ein, Ende 1930 zählte die Organisation knapp hundert Angestellte. Die Schweizerinnen und Schweizer waren zwar am zahlreichsten, doch ihre Arbeiten beschränkten sich auf das Sekretariat und die unteren Chargen. Die Geschäftsführung oblag den ausländischen Kollegen, an der Spitze standen Repräsentanten der Gründungsmitglieder; der Bank of England, der Banque de France, der Banca d’Italia, der Belgischen Nationalbank und der deutschen Reichsbank. Ebenfalls von Anfang an beteiligt waren je ein Bankenkonsortium aus den USA und Japan.

Keine zwei Jahre nach der Gründung der BIZ wurden die deutschen Reparationszahlungen eingestellt. Das Bankhaus in Basel hatte sich bis dahin als Dienstleister der Zentralbanken einen Ruf gemacht. Zum wichtigsten Kunden und bestimmenden Aktionär entwickelte sich bald die deutsche Reichsbank. Historiker haben die Geschäfte mit dem Dritten Reich belegt: 21,5 Tonnen Gold verschob die Reichsbank während des Zweiten Weltkriegs über die BIZ, ein Grossteil davon war Raubgold, das die Nazis in besetzten Ländern geplündert hatten, ein kleiner Teil stammte aus KZs, wo den Deportierten alle Werte entrissen wurden, selbst goldige Zahnplomben.

Im «Basel Club» wird Finanzpolitik vorgespurt

Nach dem Krieg rehabilitierten die Alliierten die BIZ. Die Bank in Basel unterstützte die in Bretton Woods vereinbarten Parität von Dollar und Gold, wickelte Geschäfte für Notenbanken ab und galt als eine der führenden Forschungsstellen für Statistik und Finanzanalyse. Vor allem war das Haus neben dem Hauptbahnhof eine Drehscheibe von Informationen, die in Basel besonders diskret ausgetauscht werden konnten. Spätestens in den 1960ern war die Rede vom «Basel Club». Die Zentralbanker der führenden Industrienationen bildeten ihn. Wenn Geld die Welt regiert, so war Basel ihre Hauptstadt, zumindest einmal pro Monat.

It’s a man’s world: Der «Basler Club» anno 1955.

It’s a man’s world: Der «Basler Club» anno 1955.

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Die Sitzung des «Basel Club» waren so geheim, dass noch nicht einmal ein Protokoll geführt wurde. Eingeweihte erinnern sich, dass die Abmachungen ohnehin nicht am runden Sitzungstisch gefällt wurden, sondern in den Gängen und Foyers, den Rauchersalons, den besten Restaurants der Stadt. Basel sei der ideale Ort gewesen «für Zentralbanker, die Zuflucht für ruhige und vertrauliche Gespräche suchten», erinnerte sich ein Amerikaner, der ab 1960 regelmässig dorthin reiste. Immer mehr Gouverneure kamen inzwischen mit dem Flugzeug, in Basel stiegen sie im Hotel Euler oder im Schweizerhof ab, gleich um die Ecke lag die BIZ. Ihre Treffen waren informell, aber verbindlich. Was in Basel abgemacht wurde, sei umgesetzt worden, beteuern Männer, die damals den «Basel Club» bildeten – Frauen findet man auf den wenigen Fotografien der Meetings keine.

Eine bemerkenswerte Bedeutung hatte die BIZ für Louis Rasminsky, von 1961 bis 1973 Gouverneur der Bank of Canada. «Wie einen Psychiater zu besuchen», sei das manchmal gewesen in Basel. «Seine eigenen Selbstzweifel einzugestehen und die Geständnisse von anderen anzuhören – eine Art Gruppentherapie.» Er und seine Kollegen fällten und fällen Entscheide, die Auswirkungen auf Millionen von Menschen haben. Was macht die Verantwortung über Zinsraten, Währungsswaps und Goldreserven mit der Psyche? Andere Zeitzeugen erinnern sich nicht an offen bekundete Zweifel der Zentralbanker. «Die Hauptthemen der Diskussion waren die Qualität des Weins und die Dummheit der Finanzminister», sagte Péter Ákos Bod, Chef der Ungarischen Notenbank (1991-1994), einmal über die Treffen in Basel.

BIZ-Turm war als höchstes Gebäude von Basel geplant

Die BIZ ist mit der Globalisierung gewachsen, immer mehr Zentralbanken haben sich ihr angeschlossen, heute sind es sechzig. Um 1970 arbeiteten knapp 250 Menschen im ehemaligen Grand Hôtel et Savoy d’Univers, die Platzkapazitäten waren damit erschöpft. Mit der Projektierung des neuen Headquarter beauftragte die BIZ Martin Burckhardt, einen prägenden Architekten jener Tage. Nach einer Reihe von Vorstudien legte Burckhardt 1969 Pläne für ein Gebäude vor, das mit 82 Metern das höchste der Stadt gewesen wäre. Nach Einsprache des Heimatschutzes wurde der zylinderförmige Turm um vier Stockwerke gekürzt, doch gegen das vom Regierungsrat bewilligte Projekt erhob die rechtspopulistische National Aktion das Referendum. Ende 1971 nahm die Bevölkerung den Neubau der BIZ klar an.

Den stärksten Widerstand gegen den Turm – bei der Einweihung 1977 mit 69.5 Metern der dritthöchste der Stadt – bildete sich nicht in der Öffentlichkeit, sondern innerhalb der BIZ. «Das war das letzte, was wir wollten», sagte Fritz Leutwiler einmal im Namen von befreundeten Zentralbankern. Wäre es nach dem Präsidenten der SNB (1974-1984) und der BIZ (1982-1984) gegangen, wäre der Turm am Centralbahnplatz gar nie gebaut worden. Die Diskretion des zweckentfremdeten Hotels, in dem heute unter anderem eine Medizinpraxis und ein chinesisches Restaurant untergebracht sind, schätzten Banker seiner Generation.

Rarer Einblick: Ein Meeting im Jahr 2018.

Rarer Einblick: Ein Meeting im Jahr 2018.

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Doch auch mit dem schimmernden Turm ist die BIZ ein Geheimnis geblieben in Basel. Aus dem «Tower of Basel» operiere die mächtigste und geheimnisvollste Bank der Welt, hat Adam LeBor 2013 in einem Buch geschrieben. Es liest sich wie ein Krimi: In verdunkelten Limousinen werden alle zwei Monate die Verwaltungsräte in die Tiefgarage der BIZ gefahren, an einem ovalen Tisch versammeln sich später die Köpfe der führenden Notenbanken; Christine Lagarde (EZB), Jerome Powell (FED), Yi Gang (Chinesische Volksbank), Thomas Jordan (SNB), und einige andere mehr. Das Diner finde schliesslich im obersten Geschoss statt, Herzog & de Meuron haben es umgebaut. Bilder davon gibt es wie sonst aus der BIZ nur wenige. Der kreisförmige Turm ist dem innersten Zirkel der Finanzwelt vorbehalten. Seit nun mehr neunzig Jahren vermuten Journalisten hinter der BIZ «das bestgehütete Geheimnis Basels», wie ein Journalist kürzlich geschrieben hat.

Immunität, Waffen, hunderte Milliarden: Sieben Fakten über den «Turm zu Basel»

Das geheimnisvollste Gebäude Basels ist eines der ersten, das man sieht, wenn man aus dem Zug steigt. Um den BIZ-Turm, Centralplatz 2, der mit seiner konkaven Form entfernt an den Kühlturm eines Atomkraftwerks erinnert, ranken sich zahlreiche Mythen. Das hat auch damit zu tun, dass die darin beheimatete Bank für Internationalen Zahlungsausgleich fast alles, was im Turm passiert, zum mit viel Stahl und Beton geschützten Staatsgeheimnis macht.

1: Immunität für Turm und Beamte
Basler Polizisten dürfen den BIZ-Turm nicht betreten – ausser sie haben eine ausdrückliche Genehmigung des Generaldirektors. Die Bank gilt als internationale Organisation und hat damit ähnliche Rechte wie eine Botschaft oder die UNO in Genf. Die Privilegien erstrecken sich auch auf das Personal: Für die dienstliche Tätigkeit können Finanz-Mitarbeiter der BIZ rechtlich nicht belangt werden. Auch Einreisebestimmungen gelten für sie nicht. Die hohen Beamten der Bank haben sogar einen vollen Diplomatenstatus. Das betrifft in erster Linie den Generaldirektor und den Präsidenten der Bank. Sie könnten auch dann nicht festgenommen werden, wenn sie privat Straftaten begehen würden.

2: Immunität für das Geld
Die Immunität gilt nicht nur für Turm und Beamte, sondern auch für das Geld der BIZ. Das zeigte sich 2010 auf eindrückliche Weise. Argentinien hatte damals den Grossteil seiner Devisenreserven treuhänderisch nach Basel geschafft. Zwei Hedge-Fonds blieben deshalb auf ihren Forderungen aus argentinischen Staatsanleihen sitzen. Sie liessen über das basel-städtische Betreibungsamt mehr als eine Milliarde Franken beschlagnahmen. Doch das Geld wurde wegen der BIZ-Immunität bald wieder freigegeben. Das Bundesgericht entschied später: Geld, das bei der BIZ liegt, kann nicht beschlagnahmt werden – die Immunität ist absolut.

3: Spital, Bunker, Waffen?
In der Vergangenheit wurde über die Existenz eines atombombensicheren Schutzbunkers, eines Spital und eines exklusiven Restaurant im obersten Stock des Turms – mit grandioser Aussicht – berichtet. Die BIZ dementiert gegenüber de bz nun das Restaurant und das Spital. Man arbeite mit Catering-Unternehmen zusammen; das kolportierte «Spital» sei lediglich ein Erste-Hilfe-Raum. Über ein Waffenlager im Turm wurde auch schon spekuliert. Die BIZ will auf Anfrage nicht sagen, wie viele Waffen sich im Gebäude befinden. Sie übt aber die polizeiliche Kontrolle in ihren Räumen selbst aus, Waffen dürften dafür vonnöten sein.

4: Die Zentralbank-Elite in Basel
Die Chefs der wichtigsten Notenbanken der Welt tauchen alle zwei Monate in Basel auf. Die Sitzung beginnt am Sonntagabend im Konferenzraum E des Turms. Danach geniessen die Gouverneure – so werden die Notenbanker genannt – ein exklusives Dinner. Das berichtet der Economist-Autor Adam Lebor in einem Buch über die BIZ. Da es laut der Bank kein Restaurant im 18. Stock gibt, findet das Dinner wohl mit Catering in den repräsentativen oberen Stockwerken mit entsprechender Aussicht über Basel statt. Der ausgewählte Kreis umfasst 18 Nationalbankchefs, etwa den Vertreter der US-amerikanischen Federal Reserve, der Europäischen Zentralbank oder der Schweizer Nationalbank. Am Montagmorgen folgt eine grössere Sitzung, wo auch weniger mächtige Notenbanker teilnehmen dürfen. Was an den Treffen besprochen wird, ist geheim. Die Gouverneure bleiben meist zwei Tage in Basel. Viele übernachten standesgemäss im Hotel Les Trois Rois.

5: Keine Steuern
Die Immunität hat für die BIZ-Mitarbeiter einen zweiten netten Effekt: Die Beamten bezahlen keine Einkommenssteuer. Das gilt auch für den Generaldirektor der Bank, der letztes Jahr 696'100 Franken verdiente, ohne Zulagen. Auch die BIZ selbst ist von den Steuern befreit. Was bei einem Nettogewinn im 2019 von 610 Millionen Franken einen netten Betrag ergibt. Die Bank und ihre Mitarbeiter sind zudem von der Mehrwertsteuer befreit. Gehen BIZ-Manager dienstlich in einem Basler Restaurant essen, muss der Wirt die Mehrwertsteuer abziehen. Das Restaurant kann den Betrag seinerseits wieder bei der Steuererklärung geltend machen – ein relativ mühsamer Prozess. Der Betreiber eines Lokals sagte schon vor vier Jahren zur bz: «Wenn die BIZ bei mir einen Tisch reservieren will, habe ich halt keinen Platz mehr.»

6: Der exklusive Sportklub
Beim angelsächsischen Teil der Belegschaft könnte Country-Club-Fieber aufkommen: Die BIZ unterhält am Kreuzackerweg in Bottmingen nämlich eine grosse Sportanlage – mit Zugang exklusiv für Mitarbeiter, deren Familien und Gäste. Auf dem Areal hat es mindestens sechs Tennis- und zwei Fussballplätze, ein 25-Meter-Schwimmbecken, ein Klubhaus und eine wohl schicke Terrasse. Auf dem Luftbild sind weisse Tische und weisse Sonnenschirme zu sehen. Teams der BIZ spielen in normalen Sportligen mit. Der Fussballklub FC BIZ tritt mit drei Mannschaften an bei den Senioren und den Frauen an; der Tennisclub hat laut Swisstennis fast 500 Erwachsene und 140 Junioren als Mitglieder.

7: Unermessliche Reichtümer
Die BIZ verwaltete per 31. März 2019 Werte von umgerechnet 385 Milliarden Franken. Das Geld gehört primär den 62 Mitglieds-Nationalbanken, die 95 Prozent des weltweiten Bruttosozialprodukts vertreten. Durchschnittlich lagen über die letzten Jahre sieben Prozent der weltweiten Währungsreserven bei der BIZ. Ein Drittel der BIZ-Gelder ist in Staatsobligationen und anderen Wertpapieren angelegt, zwanzig Prozent in Cash. Sieben Prozent sind Gold oder Goldanleihen. Die Bank betont dabei, dass kein Gold in Basel gelagert werde. Sie benutze überhaupt keine unterirdischen Aufbewahrungsstätten für Wertgegenstände in Basel, stellt die BIZ auf Anfrage klar. Das Gold liegt bei Mitglieds-Zentralbanken. Ein Teil vielleicht auch bei der Schweizer Nationalbank, die ihr Gold gemäss Medienberichten beim Bundesratsbunker tief im Berg bei Kandersteg aufbewahrt.

Leo Eiholzer

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