Grosser Rat BS
29 Millionen für Reparaturen am Basler Trinkwassernetz

Der Unterhalt des baselstädtischen Trinkwassernetzes wird teurer als erwartet. Der Grosse Rat hat deshalb am Mittwoch den Investitionskredit der Industriellen Werke Basel (IWB) 2015 bis 2018 für diese Sparte um 29 Millionen auf 152 Millionen Franken aufgestockt.

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KEYSTONE/AP/MICHAEL PROBST

Als die IWB ihre Mittel für die Trinkwasserinfrastruktur in der laufenden Leistungsauftragsperiode beantragt hatten, waren inzwischen als zwingend erkannte weitere Ersatzmassnahmen noch nicht auf dem Radar.

Im Parlament war der Kredit in der Sache und der Dringlichkeit unbestritten. Dennoch wurde von rechts wie links etwas Kritik laut an der Infrastrukturplanung, der Kontrolle der IWB und dürftigen Informationen. Die Gelder wurden aber ohne Gegenstimme und mit vier Enthaltungen beschlossen.

Die IWB dürften zwar laut Regierung den für 2015-2018 bewilligten Gesamtinvestitionsrahmen von 787 Millionen nicht ausschöpfen, aus formellen Gründen sei die Teilaufstockung dennoch separat abzusegnen. Eine Zusatzfinanzierung sei so aber nicht notwendig.

Lebensdauer kürzer

Der zuständige Regierungsrat Christoph Brutschin beklagte ein arg enges Korsett für die IWB, das der Grosse Rat bei der Auslagerung beschlossen habe mit der Budgetbewilligung nach Sparten. Ein normales Unternehmen könne da einfacher agieren.

Konkret geht es um altersbedingte Schäden an Hausanschlüssen, die gemäss Vorlage seit 2013 deutlich zugenommen haben. Statt diese einzeln zu reparieren und später zu ersetzen, haben die IWB ein umfassendes Ersatzprogramm aufgezogen. Dabei werden gefährdete Leitungen zwecks Effizienz gleich in ganzen Strassenzügen ersetzt.

Laut dem Sprecher der Umwelt-, Verkehrs- und Energiekommission (UVEK) stehen Materialprobleme hinter der aktuellen Sanierungswelle. Die IWB hätten deswegen die Lebenserwartung jener Bauteile auf 60 Jahre reduziert. Betroffen seien nicht die grossen Leitungen, sondern Hauszuleitungen.

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