Opel Mokka
Grüne Aussichten

Der neue Opel Mokka macht Lust auf mehr: Er soll die neue Designsprache der Marke verkörpern und kommt auch rein elektrisch.

Philipp Aeberli Jetzt kommentieren
Merken
Drucken
Teilen
Der neue Opel Mokka fällt auf – nicht nur aufgrund der Lackierung.

Der neue Opel Mokka fällt auf – nicht nur aufgrund der Lackierung.

Bild: zVg

Bei der ersten Ausfahrt mit dem neuen Opel Mokka e fällt eines sofort auf: Der neue Kompakt-SUV verdreht reihenweise Köpfe. Der Wagen zieht die Blicke auf sich, als handle es sich um einen teuren und exotischen Sportwagen.

Das liegt sicherlich auch an der auffälligen Lackierung in «Matcha Green», wobei Dach und Haube in Schwarz kontrastieren. Vor allem aber liegt es am Design des neuen Mokka. Er kommt daher wie kein Opel zuvor. An der Front trägt er den «Opel Vizor»: Wie bei einem Integralhelm legt sich ein schützendes Visier über das neue Opel-Gesicht, das den Fahrzeuggrill, die LED-Scheinwerfer und den im Mittelpunkt stehenden, neu gezeichneten Opel-Blitz nahtlos in einem Element integriert. So erklärt die Pressemitteilung das neue Gesicht, das künftig auch weitere Modelle der Marke zieren soll. Am Heck zeigt sich die neue Designsprache mit einem stolz mittig platzierten Modellschriftzug, grossem Opel-Blitz und entschlossen zusammengekniffenen LED-Rückleuchten.

Der gefällige Auftritt der zweiten Generation des SUV beruht natürlich auch auf den deutlich veränderten Proportionen. Das Auto wurde gut 12 Zentimeter flacher, ebenso viel kürzer – und 1 Zentimeter breiter. Dadurch bietet er zwar etwas weniger Platz, steht aber deutlich attraktiver auf der Strasse. Wer maximales Raumangebot sucht, findet bei Opel mit Crossland und Grandland passende Alternativen.

Das Cokpit ist bei allen Antriebsversionen identisch.

Das Cokpit ist bei allen Antriebsversionen identisch.

Bild: zVg

Auch im Interieur will der Mokka ein Vorbote für die künftige Designsprache der Marke sein. Zentrales Element ist hier das «Pure Panel-Cockpit» mit zwei nebeneinander verbauten Bildschirmen im Querformat. Der eine dient als Tachoeinheit, kann aber auch weitere Informationen wie zum Beispiel die Navi-Karte anzeigen, der zweite als Touchscreen-Infotainmentsystem im bekannten Opel-Stil mit einfacher und übersichtlicher Bedienung. Das Smartphone kann selbstverständlich via Apple CarPlay oder AndroidAuto eingebunden werden. Das Cockpit wirkt solide verarbeitet und lässt auch in punkto Ergonomie keine Wünsche offen – gegen Aufpreis gibt es gar Sitze mit Massagefunktion.

Benzin, Diesel oder Strom

Der neue Mokka basiert auf derselben PSA-Konzern-Plattform wie beispielsweise auch der Peugeot 208 oder der Opel Corsa. Entsprechend ist auch das Motorenangebot bekannt. Der Dreizylinder-Benziner ist mit 100 oder 130 PS erhältlich; die stärkere Version schaltet gegen Aufpreis automatisch.

Mit 130 PS wirkt der mit 1275 kg Leergewicht angenehm leichte Crossover ausreichend motorisiert und beschleunigt durchaus willig. Der Dreizylinder ist an seinem Geräusch sofort erkennbar, wirkt aber weder störend laut noch unkultiviert. Auch die 8-Gang-Automatik macht einen guten Eindruck, weil sie ihre Arbeit unauffällig erledigt. Als Alternative bietet Opel einen 1,5-Liter-Turbodiesel mit 110 PS und 6-Gang-Schaltgetriebe an – mit einem Verbrauch von 4,3 bis 4,9 l/100 km laut WLTP-Messung der sparsamste Verbrennungsmotor im neuen Mokka. Eine Allradversion ist nicht mehr erhältlich.

Auch Opel muss und will seine Modellpalette immer weiter elektrifizieren. Bis Ende Jahr will der Hersteller neun Modelle mit zumindest teilweise elektrischem Antrieb im Portfolio haben. Der Kunde soll zuerst das Auto wählen können – und dann den passenden Antrieb. Beim Mokka kommt zu den genannten Benzin- und Dieselversionen deshalb schon ab Marktstart im April eine rein elektrische Version auf die Strasse.

Nur die fehlenden Auspuffendrohre verraten die Elektro-Version.

Nur die fehlenden Auspuffendrohre verraten die Elektro-Version.

Bild: zVg

Der Mokka e verfügt über den bereits aus dem elektrischen Corsa bekannten Antrieb mit einer 50-kWh-Batterie im Unterboden. Der E-Motor an der Vorderachse kommt auf 136 PS und 260 Nm Drehmoment, was den Mokka e vor allem bei Stadttempo sehr flink wirken lässt – obwohl der Stromer mit knapp 1600 kg Leergewicht deutlich schwerer ist als seine Geschwister mit Verbrennungsmotor. Das fällt jedoch kaum negativ auf. Durch die zusätzlichen Kilos wirkt die E-Version etwas sanfter gefedert, wodurch sie sich etwas stärker in Kurven neigt, dafür aber auch Unebenheiten besser schluckt. Zusammen mit dem leisen und vibrationsfreien E-Antrieb sorgt das für ein sehr angenehmes Fahrgefühl, das man durchaus auch auf längeren Strecken geniessen kann. Der Hersteller nennt eine Reichweite von 307 bis 322 Kilometern. An einer Schnellladestation unterwegs kann der Akku in bestenfalls 30 Minuten wieder zu 80% geladen werden. Um das Laden unterwegs zu erleichtern, bietet Opel ein Vertragsmodell mit Zugang zu 184 Schnellladestationen in der Schweiz an – ein wichtiger Punkt für die Alltagstauglichkeit des Stromers.

Opel will jeden fünften Mokka in der Schweiz mit Elektroantrieb verkaufen – und das, obwohl der Stromer mit mindestens 36200 Franken über 11000 Franken teurer ist als der Basis-Benziner. Dafür fallen die Wartungs- und Betriebskosten wesentlich tiefer aus.

Opel Mokka e

Motor: 1x E-Maschine

Leistung: 136 PS/260 Nm

Antrieb: Aut. 1-Gang, Frontantr.

L×B×H: 4150×1790×1535 mm

Kofferraumvolumen: 310–1060 l

Gewicht: 1598 kg

0–100 km/h: 9,0 Sek.

Vmax: 150 km/h

Laden –80%: 30 Min./ 100 kW

Reichweite WLTP: 307–332 km

Preis: ab 36200 Franken

0 Kommentare