Kaum eine Marke hält so konsequent an ihren Grundwerten fest: Boxermotor und Allradantrieb, das ist ein Subaru. 1966 erschien mit dem 1000 das erste Auto mit Boxermotor der Marke, 1972 debütierte mit dem Leone 4WD Estate der erste 4×4. «Ein Auto, wie es bis dahin nicht existierte», erzählt PR-Manager David dello Stritto sichtlich stolz. Der Leone war ein kompakter Kombi, konzipiert, um Bergarbeiter auch in die entlegenen Täler zu bringen; samt Gepäck und Werkzeug. Seither hat sich viel getan. Doch Boxer und Allradantrieb, das ist noch immer Pflicht für einen Subaru, die Markenwerte werden gepflegt. «Der Allradantrieb ist immer da, er schaltet sich weder ab, noch zu. Weil: Die Sicherheit soll immer da sein», erklärt dello Stritto. Durch den flachen Boxermotor liegt der Schwerpunkt tief, die Kurbelwelle liegt genau in der Mitte des Wagens. Das ergibt eine gute Balance, was die Fahreigenschaften des Autos verbessert. Denn: Ein Subaru muss auch heute noch klettern können. Oft und gerne werden die japanischen Allradler auch bei uns in Bergregionen gefahren – als Privatauto oder als Arbeitstier. Prädestiniert dafür ist natürlich der Forester. Mit gut 20 Zentimetern Bodenfreiheit liegt er ein gutes Stück höher als ein normaler Kombi.

Sanfte Kur

Für das neue Modelljahr wurde der Forester sanft überarbeitet. Optisch fiel der Feinschliff diskret aus. Aussen erkennt man das neue Modelljahr an leicht überarbeiteten Stossfängern und Leuchten, innen bleibt fast alles beim Alten. Neu bietet Subaru, je nach Ausstattung nun auch LED-Licht mit Kurvenfunktion an. Zudem wurde das Navi leicht modernisiert; es kann nun auch Smartphone-Inhalte anzeigen.

Mit verbesserter Geräuschdämmung und angepasster Fahrwerksabstimmung wollen die Japaner zudem auch den Fahrkomfort auf der Strasse verbessert haben. In den verschneiten Wäldern Norwegens, wo der geliftete Forester zur ersten Testfahrt bereit stand, ist aber eher entscheidend, was der Subaru kann, wenn die Strasse zu Ende ist. Der Allrad verteilt die Kräfte feinfühlig; es braucht schon steile und sehr rutschige Passagen, bis er nicht mehr weiter weiss. Bergab hilft die Elektronik – allerdings greift sie erst ab ca. 7 km/h ein; nach dieser bangen Sekunde bremst der Forester aber zuverlässig auf Schritttempo runter. Die Bremseingriffe sind gut zu hören – so weiss man, dass die Technik alles im Griff hat. Denn: Trotz moderner Elektronik bleibt der Forester ein grundehrlicher, solider und preiswerter Begleiter; die Preise starten bei 28 900 Franken. Grundwerte, die man bei Subaru hoffentlich ebenfalls weiter pflegt.