Audi A4 im Test

Entspannter Langstreckenläufer

Audi A4 Avant. Bild: ho

Audi A4 Avant. Bild: ho

Der aufgefrischte Audi A4 gibt sich im Test als idealer Reisebegleiter - ist allerdings nicht ganz günstig.

Ein Wanderausflug ins deutsche Lauda-Königshofen steht an; das heisst, es werden nicht nur einige Kilometer auf Wanderwegen zurückgelegt, sondern auch rund 700 Kilometer auf der Autobahn. Eine Aufgabe, die für den fein überarbeiteten Audi A4 wie geschaffen ist. Er bietet Platz für fünf Personen, wobei sich die Passagiere auf den bequemen Vordersitzen glücklicher schätzen als die Mitreisenden auf der eher knapp geschnittenen Rückbank. Auch der Kofferraum fällt mit 495 Litern zwar praktisch, aber nicht üppig aus.

Mit der Überarbeitung hat Audi dem A4 ein komplett neues Infotainmentsystem mit 10-Zoll-Touchscreen spendiert. Es lässt sich übersichtlich bedienen – manche Funktionen, wie die Bluetooth-Anbindung, funktionieren aber nicht auf Anhieb. Die Smartphone-Integration «Apple Car-Play» muss leider als Option bezahlt werden. Im Navigationsalltag wünscht man sich zudem ein etwas grösseres Display für eine übersichtlichere Darstellung und einen etwas schnelleren Prozessor; der Touchscreen reagiert bei weitem nicht so schnell, wie man das von iPad & Co. kennt.

Wenn es ums Fahren geht, gibt sich der A4 hingegen keine Blösse. Optional ohne Aufpreis wird ein Komfortfahrwerk verbaut, das seinem Namen alle Ehre macht. So gleitet der Kombi souverän und erfreut zudem mit sehr guter Schallisolierung. Das macht lange Reisen sehr entspannt. Vor allem bei Nacht sorgen das Matrix-LED-Licht (780 Franken) und das umfangreiche Fahrassistenzpaket (800 Franken) für noch mehr Komfort und Sicherheit. Seinen Beitrag zum angenehmen Reisen macht schliesslich auch der Antrieb: Der 2-Liter-Diesel mit Allradantrieb und 7-Gang-DSG-Automatik wirkt unscheinbar, aber dennoch souverän. Trotz Winterreifen verfehlt er den Werksverbrauch von 5,9 l/100 km nur knapp. Mit dem Testverbrauch von 6 l/100 sind fast 1000 Kilometer mit einer Tankfüllung möglich; der Wanderausflug gelingt also problemlos ohne Tankstopp unterwegs.

Investieren muss man beim Kauf: Mit der getesteten Motorisierung mindestens 56 800 Franken – ohne Optionen.

Philipp Aeberli

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