Die Teilnehmer des "Marschs der Margeriten", der alle vier Jahre stattfindet, fordern traditionell bessere Lebensbedingungen auf dem Land und mehr Frauenrechte. In diesem Jahr richtete sich der Protest insbesondere gegen die Politik des ultrarechten Staatschefs.

Die Demonstranten verurteilten unter anderem die Pläne der Regierung für eine Ausbeutung von indigenen Stammesgebieten und kritisierten Bolsonaro als "frauenfeindlich, rassistisch und homophob".

"Wie leben in schwierigen Zeiten, mit einer Regierung, die uns ständig attackiert", sagte die Lehrerin Juliana Joucoski aus der Stadt Curitiba im Süden Brasiliens. "Wir verlieren hart erkämpfte Rechte."

Der Protestmarsch war bereits die dritte regierungskritische Demonstration in der brasilianischen Hauptstadt binnen zwei Tagen. Am Dienstag waren bereits indigene Frauen in Brasília auf die Strasse gegangen. Zudem fand dort eine Demonstration gegen Kürzungen im Bildungsbereich statt.