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Zahl der Neuerkrankungen in Italien geht zurück - doch für Entwarnung ist es noch zu früh

Am Krankenbett in einem Römer Spital: In Italien gehen die Neuerkrankungen zurück, doch die Lage bleibt angespannt.

Am Krankenbett in einem Römer Spital: In Italien gehen die Neuerkrankungen zurück, doch die Lage bleibt angespannt.

Weniger Infektionen haben zu einer Entlastung der Spitäler geführt. Die Sterberate verharrt dennoch auf hohem Niveau.

In Italien wurden von Mittwoch auf gestern Donnerstag noch 4668 Neuansteckungen mit dem Coronavirus registriert - die Zunahme der an einem Tag positiv auf den Erreger getesteten Personen betrug damit nur noch 4,2 Prozent. Am 19. März, dem Tag des steilsten Anstiegs, waren die Fallzahlen um 14,9 Prozent in die Höhe geschossen.

Dass die Neuansteckungen nicht noch stärker zurückgehen, liegt laut dem nationalen Zivilschutzchef Angelo Borrelli daran, dass seit einigen Tagen wieder deutlich mehr Tests durchgeführt werden. Was die Behörden ebenfalls optimistisch stimmt: Während die registrierten Neuinfektionen zurückgehen, steigt die Zahl der Patienten, die die Krankheit überstanden haben, immer stärker an: Am Donnerstag erhöhte sich die Zahl der Genesenen um 8,5 Prozent auf 18278.

Silvio Brusaferro, Präsident des nationalen Sanitätsinstituts, hatte schon am Dienstag erklärt, dass der Höhepunkt der Epidemie erreicht worden sei. «Es handelt sich aber nicht um eine eigentliche Spitze, sondern eher um ein Plateau, von dem wir noch herabsteigen müssen.»

Zahl der Todesopfer verharrt auf hohem Niveau

Das italienische «Plateau» ist in der Tat noch sehr hoch: Gestern waren im ganzen Land noch 83000 Infizierte gemeldet, und auch die Zahl der Menschen, die täglich an dem Virus sterben, verharrt auf hohem Nivea. Gestern sind in Italien innerhalb von 24 Stunden 760 Menschen verstorben; am Vortag waren es noch 727 gewesen.

Markant ist der Rückgang der Neuerkrankungen insbesondere in der stark betroffenen Lombardei, wo die Zahl der in die Intensivstationen eingelieferten Patienten Tag für Tag deutlich kleiner wird - am Mittwoch waren es nur noch 9.

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