Es gebe "keine Pläne zur Koordination" mit der Regierung des syrischen Staatschefs Baschar al-Assad bei der Bekämpfung von IS-Extremisten, sagte der Sprecher des Weissen Hauses, Josh Earnest, am Dienstag in Washington. Die USA sähen Assad nicht als rechtmässigen Präsidenten Syriens an.

Zuvor hatte die syrische Führung den USA ihre Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Dschihadisten angeboten und verlangt, über jegliche Aktivitäten Washingtons auf syrischem Staatsgebiet und im syrischen Luftraum informiert zu werden.

Die USA fliegen seit mehr als zwei Wochen Luftangriffe auf IS-Stellungen im Irak. Laut Medienberichten setzten sie auch über syrischen Gebiet bereits Drohnen und Aufklärungsflugzeuge ein.

Aus Syrien hiess es, die USA hätten Damaskus bereits Informationen über IS-Kämpfer bereitgestellt. Diese würden auf dem Umweg über Russland und den Irak übermittelt, sagte eine mit der Materie vertraute syrische Quelle der Nachrichtenagentur AFP.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte gab ebenfalls an, nicht-syrische Flugzeuge hätten Informationen gesammelt und diese "über Bagdad und Moskau" weitergegeben.

Die IS-Kämpfer hatten in den vergangenen Monaten grosse Gebiete im Norden des Iraks und in Syrien erobert und dort ein sogenanntes Kalifat ausgerufen. In Syrien kämpfen sie gegen die Regierungstruppen Assads, aber auch gegen andere Rebellengruppen.

Syrische Rebellen schlagen IS-Kämpfer zurück

Unterdessen schlugen gemässigte syrische Rebellen die IS-Dschihadisten bei Kämpfen im Norden Syriens zurück. Die Freie Syrische Armee (FSA) und verbündete Milizen kontrollieren vier Dörfer nördlich der Stadt Aleppo.

Das berichtete die oppositionsnahe Nachrichtenseite Smart News. Zuvor habe es heftige Kämpfe gegeben, bei denen Dutzende IS-Kämpfer getötet worden seien. Angaben zu Opfern auf Seiten der FSA und ihrer Verbündeten gab es nicht.

Die IS war in den vergangenen Wochen von Nordosten her auf Aleppo vorgerückt. Teile der Stadt stehen unter Kontrolle gemässigter Regimegegner.

Diese werden auch von Soldaten der syrischen Armee attackiert, die südlich und östlich von Aleppo ihre Stellungen hat. Von Aleppo aus führt eine wichtige Versorgungsroute der Oppositionellen zur türkischen Grenze im Norden.

Nach dem Verlust des Militärflughafens Al-Tabak im Nordosten Syriens flog die syrische Armee auch Luftangriffe gegen IS-Stellungen in den Provinzen Al-Rakka und Dair as-Saur, wie die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete. Beide Provinzen stehen fast vollständig unter Kontrolle der Dschihadisten.