Es ist nicht gerade schmeichelhaft, was der US-Journalist Michael Wolff im Enthüllungsbuch «Fire and Fury» über Donald Trump schreibt: Jeder im Umfeld des US-Präsidenten, mit dem er sich unterhalten habe, erachte ihn als amtsunfähig. Wolff stellt in Frage, ob Trump die nötige intellektuelle und mentale Eignung mitbringt, um sein Amt ausüben zu können.

Trump liess mit Reaktionen nicht lange auf sich warten. Erst schrieb er auf Twitter, das Buch sei "voll von Lügen, Verdrehungen und Quellen, die nicht existieren". Am Samstag zog er nach – und verteidigte seine Fähigkeiten ausführlich.

"Während meines ganzen Lebens sind meine zwei stärksten Eigenschaften meine mentale Stabilität und die Tatsache, dass ich sehr schlau bin. Die korrupte Hillary Clinton spielte auch diese Karten aus und ging, wie jeder weiss, in Flammen auf. Ich habe mich vom SEHR erfolgreichen Geschäftsmann zum Top-Fernseh-Star…"

".... zum Präsidenten der USA (im ersten Anlauf) entwickelt. Ich denke, das qualifiziert mich nicht nur als schlau, sondern als Genie…. Und als mental gefestigtes Genie noch dazu."

Seiner Darstellung, dass er es im ersten Anlauf zum US-Präsidenten geschafft hat, kann entgegengesetzt werden, dass er bereits 2000 für die "Reform Party" US-Präsident werden wollte. Seine Bewerbung blieb jedoch erfolglos.

Wolff bezeichnete er in einem anderen Tweet als totalen Verlierer, der Geschichten erfunden habe, um sein sehr langweiliges und unwahres Buch zu verkaufen.

(mwa)