Grossbritannien

Pandemie: Johnson schliesst zweiten Lockdown so gut wie aus

Der britische Premierminister Johnson glaubt nicht, dass Grossbritannien wieder auf einen Lockdown angewiesen sein wird. Mit mehr als 45'000 Toten gilt Grossbritannien als das am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Land in Europa. (Archivbild)

Der britische Premierminister Johnson glaubt nicht, dass Grossbritannien wieder auf einen Lockdown angewiesen sein wird. Mit mehr als 45'000 Toten gilt Grossbritannien als das am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Land in Europa. (Archivbild)

Der britische Premierminister Boris Johnson hat einen zweiten landesweiten Lockdown in Grossbritannien so gut wie ausgeschlossen. Es handle sich dabei um ein Mittel wie die atomare Abschreckung.

"Ich will sicherlich nicht davon Gebrauch machen", sagte der konservative Regierungschef dem "Sunday Telegraph" (Sonntag). Er glaube auch nicht, dass Grossbritannien wieder darauf angewiesen sein werde, so Johnson.

Mit mehr als 45'000 Toten gilt Grossbritannien als das am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Land in Europa. Wissenschaftler hatten kürzlich gewarnt, eine zweite Infektionswelle im Winter könne sogar bis zu 120'000 Menschenleben fordern.

Erst am Freitag hatte Johnson weitere Lockerungen der Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie angekündigt und den Menschen in seinem Land eine weitgehende Normalisierung des Lebens bis Weihnachten in Aussicht gestellt.

Sein wissenschaftlicher Chefberater Patrick Vallance hatte wenige Stunden zuvor bei der Befragung durch einen parlamentarischen Ausschuss die Notwendigkeit von landesweiten Massnahmen ausdrücklich nicht ausschliessen wollen.

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