Afghanistan

Maas: nur das afghanische Volk kann über seine Zukunft bestimmen.

Heiko Maas, Außenminister von Deutschland, spricht im Auswärtigen Amt. Foto: Stefanie Loos/AFP Pool/dpa

Heiko Maas, Außenminister von Deutschland, spricht im Auswärtigen Amt. Foto: Stefanie Loos/AFP Pool/dpa

Aussenminister Heiko Maas hat den Unterhändlern der Afghanistan-Gespräche in Doha deutsche Unterstützung angeboten, «damit die Friedensverhandlungen Erfolg haben». In einer am Samstag veröffentlichten Video-Botschaft erklärte er dem Auswärtigen Amt zufolge: «Nur das afghanische Volk kann über seine Zukunft bestimmen.» Die Verhandler hätten «die einmalige Gelegenheit», das Fundament für ein Afghanistan zu legen, «in dem Menschenrechte und Grundfreiheiten, insbesondere die von Frauen und Minderheiten, geschützt werden und von dessen Boden keine Bedrohung für andere Länder ausgeht».

Die Afghanen wollten in Frieden leben und "Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte respektiert sehen – nicht in Theorie, sondern in Realität", sagte Maas. "Fortgesetzte internationale Unterstützung hängt ab von der Beachtung dieser fundamentalen Rechte und der verfassungsmässigen Ordnung Afghanistans." Die Bundeswehr ist in Afghanistan im Rahmen eines internationalen Einsatzes zur Ausbildung der afghanischen Truppen präsent.

Nach einer Vereinbarung der USA mit den Taliban haben am Samstag in Katar direkte Friedensgespräche der Kabuler Regierung mit den Islamisten begonnen. Maas dankte allen, die zum Verhandlungsbeginn beigetragen hätten. Er nannte die USA und Pakistan, Norwegen, Indonesien und Usbekistan sowie den Gastgeber Katar.

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