In der Pressemitteilung heisst es: «In den letzten zwei Monaten, als die Menschen weiterhin auf dem Seeweg auf der tödlichsten Migrationsroute der Welt flohen, blieb der Aquarius im Hafen und konnte seine humanitäre Arbeit nicht verrichten. Dies ist das Ergebnis einer anhaltenden Kampagne, die von der italienischen Regierung angeführt und von anderen europäischen Staaten unterstützt wird, um Hilfsorganisationen zu delegitimieren, zu verleumden und zu behindern, die Hilfe für gefährdete Menschen leisten.»

MSF und SOS Méditerranée hätten deswegen keinen anderen Ausweg gesehen, als den Betrieb einzustellen.

MSF hat nach eigenen Angaben in den vergangenen drei Jahren mit fünf Schiffen – stets in Zusammenarbeit mit den Leitstellen zur Koordination der Seenotrettung und in voller Übereinstimmung mit nationalen und internationalen Gesetzen – mehr als 80'000 Menschen im Mittelmeer gerettet. Alleine mit dem Schiff Aquarius sollen 30'000 Menschen in Sicherheit gebracht worden sein. (cma)