Coronavirus

Boris Johnson weiter auf der Intensivstation – aber auf dem Weg der Besserung

Boris Johnson ist weiter auf der Intensivstation.

Boris Johnson ist weiter auf der Intensivstation.

Der mit dem Coronavirus infizierte britische Premierminister Boris Johnson befindet sich nach Angaben der Regierung in London weiter auf dem Weg der Besserung. Trotzdem werde der konservative Politiker noch immer auf der Intensivstation behandelt.

«Der Premierminister hatte eine gute Nacht und macht weiter Fortschritte in der Intensivbehandlung», sagte ein Regierungssprecher am Donnerstag vor Journalisten.

Johnson war am Sonntag ins St. Thomas' Hospital gebracht worden, nachdem die Symptome seiner Covid-19-Erkrankung nach eineinhalb Wochen noch nicht abgeklungen waren. Am Montag verschlechterte sich sein Zustand derart, dass er auf die Intensivstation verlegt werden musste. Britische Medien rechneten damit, dass es Wochen dauern könnte, bis Johnson wieder die Regierungsgeschäfte übernehmen kann.

Vertreten wird er von dem ehrgeizigen, aber teils unsicher auftretenden Aussenminister Dominic Raab. Er sollte auch die Tagung des Nationalen Sicherheitsrats Cobra am Donnerstag in London leiten. Dort sollte eine eventuelle Verlängerung der Ausgehbeschränkungen im Kampf gegen die Pandemie erörtert werden. Johnson hatte unter anderem alle Läden, die nicht der Grundversorgung dienen, schliessen lassen. Sportliche Aktivitäten sind nur noch einmal am Tag und nur allein oder gemeinsam mit Mitgliedern desselben Haushalts erlaubt.

Mehr als 7000 Tote in Grossbritannien

Eine Entscheidung über die Fortsetzung der Massnahmen solle erst in der kommenden Woche verkündet werden, sagte Kulturminister Oliver Dowden der BBC am Donnerstag. Er hält es für unwahrscheinlich, dass die Beschränkungen gelockert werden, da sie gerade erste Wirkungen zeigten. Der Höhepunkt der Pandemie ist in Grossbritannien noch nicht erreicht. Bis Dienstagabend wurden dem Gesundheitsministerium zufolge 938 neue Todesfälle verzeichnet. Insgesamt stieg die Zahl der Toten damit auf mehr als 7000. Nur teilweise eingerechnet sind dabei bislang die Sterbefälle in Pflegeheimen. Die Zahl der positiv getesteten Personen in Grossbritannien stieg auf 60 733.

Es wird befürchtet, dass viele Briten bei schönem Wetter über die Osterfeiertage gegen die Beschränkungen verstossen werden. Vor allem in den Londoner Parkanlagen gab es immer wieder Ärger, weil die Menschen nicht genug Abstand zueinander hielten.

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