Bad Zurzach
Zurzacher Kindergarten entsteht auf dem Senftaschen-Areal

Gemeinderat, Schulleitung, katholische Kirchenpflege und die technische Leitung in der Gemeindeverwaltung Bad Zurzach haben sich in den letzten Monaten intensiv mit dem neuen Standort des Kindergartens befasst.

Angelo Zambelli
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Gemeinderat, Schulleitung, katholische Kirchenpflege und die technische Leitung in der Gemeindeverwaltung Bad Zurzach haben sich in den letzten Monaten intensiv mit dem neuen Standort des Kindergartens befasst.

Hauptauslöser war der geplante Bau eines neuen Alters- und Pflegezentrums auf dem Höfli-Areal, dem die Kindergärten Höfli I und Höfli II weichen müssen.

In die Gedankengänge einbezogen wurden aber auch die aktuelle Schulraumplanung im Zusammenhang mit der Systemumstellung der Schule von 5 Jahren Primarstufe und 4 Jahren Oberstufe auf 6 Jahre Primarstufe und 3 Jahre Oberstufe sowie die Verbesserung der Tagesstrukturen.

Die Sommergemeindeversammlung 2013 hat einen Kredit von 430 000 Franken für die Planung einer Schulhauserweiterung respektive Schulhausumbaus im Zusammenhang mit der Schulreform gesprochen.

Gemeinsam statt einsam

Schon früh waren sich alle Beteiligten Gremien (Gemeinde, Kirche, Schule) einig, dass eine tragfähige Lösung nur gemeinsam gesucht und gefunden werden kann. Im Gespräch war zunächst eine Lösung auf der freien Wiese beim Neubergschulhaus. Diese Variante wurde aus verschiedenen Gründen wieder verworfen.

Konkretisiert hat sich eine Übergangslösung auf dem Areal mit der für Aussenstehende ungewöhnlichen Bezeichnung «Senftasche».

«Diese Lösung hat den grossen Vorteil, dass Kindergarten und Primarschule näher zusammenrücken», sagt Peter Lude, Verantwortlicher im Gemeinderat Bad Zurzach für den Kindergarten und die Primarschule.

Als weiteren Vorteil nennt Lude den direkten Zugang zur Küche des Langwies-Schulhauses, was das Anbieten von Tagesstrukturen vereinfachen würde. Im Gespräch ist eine Containerlösung für maximal vier Jahre auf dem Land der katholischen Kirchgemeinde.

Der Generalversammlung vom 23. Oktober wird eine Vereinbarung zwischen der Kirchgemeinde und dem Gemeinderat Bad Zurzach betreffend einer auf vier Jahre begrenzten Platzierung eines Kindergartens auf dem Senftaschenareal zur Abstimmung vorgelegt.

Der Kirchgemeinde entstehen durch Bau und Rückbau des Übergangs-Kindergartens keine Kosten.

Keine Einwände des Kantons

Das Senftaschen-Areal ist im Kernzonenplan als Freihaltezone aufgeführt. Abklärungen durch die Gemeindeverwaltung haben ergeben, dass Kreisplaner und kantonale Denkmalpflege gegen eine zeitlich limitierte Baute nichts einzuwenden haben.

Der Kindergarten wird zur Sicherheit der Kinder eingezäunt, nicht aber der in unmittelbarerer Nachbarschaft liegende Spielplatz der katholischen Kirchgemeinde. Dieser ist und bleibt laut Georg Edelmann, Vizepräsident der katholischen Kirchenpflege, ein öffentlicher Kinderspielplatz, der gleichzeitig aber auch von den Kindergärtlern genutzt werden kann.

Der Kindergarten Promenade wird in die Übergangslösung einbezogen und im Rahmen der definitiven Lösung aufgehoben.

Plan B in der Schublade

Für Roland Kaufmann, stellvertretender Leiter Bau, Planung und Umwelt in der Gemeinde Bad Zurzach, ist es von grösster Bedeutung, das für den Kindergarten eine Lösung vorliegt, bevor mit dem Bau des Alters- und Pflegeheims begonnen wird.

«Es wäre fatal, wenn wir den Bau wegen des Kindergartens stoppen müssten.»

Stimmt die Kirchgemeindeversammlung dem Provisorium auf dem Senftaschenareal nicht zu, liegt ein Plan B in der Schublade, mit dem sichergestellt wird, dass die Kindergärten Höfli rechtzeitig aufgehoben werden können.

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