Zurzach
Flyer stiftet Verwirrung: Erhält die Fusionsgemeinde ein neues Wappen?

Der Flyer zur Ausstellung der Zurzibieter Gemeindefusion gibt Rätsel auf. Das darauf abgebildete Logo weicht vom Originalwappen ab.

Daniel Weissenbrunner
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Der Flyer zur Sonderausstellung mit dem «neuen» Wappen sorgt für Irritation. Abgebildet sind oben die Wappen der acht Gründergmeinden. Unten das Logo mit neun Wellenlinien.

Der Flyer zur Sonderausstellung mit dem «neuen» Wappen sorgt für Irritation. Abgebildet sind oben die Wappen der acht Gründergmeinden. Unten das Logo mit neun Wellenlinien.

zvg

Seit vergangenem Samstag läuft im Bezirksmuseum «Höfli» in Bad Zurzach die Sonderausstellung zur Fusion der Gemeinde Zurzach, die am 1. Januar 2022 in Kraft tritt. Unter dem Titel «Neun Ortschaften – eine Gemeinde» werden spezifische, kulturelle, historische oder sozialen Eigenheiten der Fusionspartner Bad Zurzach, Baldingen, Böbikon, Kaiserstuhl, Rekingen, Rietheim, Rümikon und Wislikofen beleuchtet.
Für Irritation sorgt nun der Flyer zur Ausstellung. Abgebildet sind die Wappen der acht Gründergemeinden sowie das Logo des neuen Wappens. Darauf sind neun blaue Wellenlinien erkennbar. Im Original sind es aber nur deren acht.

Das Original: Das Wappen der Gemeinde Zurzach mit acht blauen Wellenlinien.

Das Original: Das Wappen der Gemeinde Zurzach mit acht blauen Wellenlinien.

zvg

Eine mögliche Erklärung für die nachträgliche Anpassung hätte der Antrag von Wislikofen sein können. Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Wislikofen und Mellstorf, wobei Mellstorf, seit 1899 Teil der politischen Gemeinde Wislikofen, als einziger kein eigenes Wappen besitzt.
Dieses Versäumnis wird gerade nachgeholt. Eine Arbeitsgruppe aus den beiden Ortsteilen ist daran, die eingegangenen Vorschläge auszwerten.
Aus diesem Grund wurde die Ausstellung, die ursprünglich «Acht Orte – eine Gemeinde» hiess auf «Neun Ortschaften – eine Gemeinde» abgeändert. Entsprechende Überlegungen zur optischen Gestaltung des Flyers machte sich auch die Museumsleitung um den Präsidenten Alfred Hidber. Sie fügte dem neuen Gemeindewappen kurzerhand eine zusätzliche Welle für Mellstorf zu.

Falsch interpretiert: «Keine böse Absicht»

Ist das neue Wappen tatsächlich angepasst worden? «Nein», sagt Daniel Baumgartner, Gemeindeschreiber von Bad Zurzach und designierter Vorsitzender der Geschäftsleitung der Gemeinde Zurzach. «Das wurde falsch interpretiert und geschah bestimmt nicht in böser Absicht», antwortet er. Das Wappen bleibe in seiner ursprünglichen Form bestehen, so wie es im Gründungsvertrag festgehalten ist, erklärt Baumgartner.
Was im Übrigen auch der Fall wäre, wenn beispielsweise Fisibach oder Mellikon, die am Fusionsprozess ebenfalls teilnahmen, sich aber gegen einen Zusammenschluss entschieden, zu einem späteren Zeitpunkt doch noch dazustossen würden.