Bad Zurzach
Weitere Investoren fürs Schloss Zurzach: Ehepaar aus Leibstadt gehört nun zu den Mitbesitzern

Ein Ehepaar aus Leibstadt steigt bei der Park Himmelrych AG ein. Es sei ein Herzensanliegen. Am Plan das Schloss und den Park der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ändert das nichts. Und: Am Samstag ist das Schloss für einige Stunden für die Öffentlichkeit zugänglich.

Louis Probst
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Die Schlossbesitzer von links: Markus Birchmeier, Marianne und Heinrich Pfister, Karin und Reto S. Fuchs.

Die Schlossbesitzer von links: Markus Birchmeier, Marianne und Heinrich Pfister, Karin und Reto S. Fuchs.

Louis Probst

Nach einem langen Dornröschenschlaf tut sich einiges um das Schloss Bad Zurzach. Seit vergangenem Oktober hat die einstige Villa des Textilfabrikanten Jakob Zuberbühler eine neue Besitzerin: Die Park Himmelrych AG, ein Tochterunternehmen der Döttinger Birchmeier Holding AG. Seit Mai dieses Jahres gehören auch Karin und Reto S. Fuchs zu den Mitbesitzern des Schlosses. Jetzt sind mit dem Ehepaar Heinrich und Marianne Pfister aus Leibstadt weitere – Zurzibieter – Mitbesitzer dazugestossen.

«Wir haben die früheren Besitzer des Schlosses gekannt», erklärt Heinrich Pfister zu den Beweggründen für die Beteiligung an der Park Himmelrych AG. «Uns hat das Schloss stets nahegestanden. Auch der Park hat uns immer beeindruckt. Und natürlich auch die Bilder», sagt Marianne Pfister. Hinter der Beteiligung stehe aber auch die Motivation, etwas für die Öffentlichkeit zu machen, betont Heinrich Pfister. «Wir würden uns freuen, wenn alles möglichst bald wieder geöffnet werden könnte.»

Das Schloss Zurzach gleicht seit 2010 einer Geistervilla. Im Jahr 2019 wurde die «Villa Himmelrych» verkauft.
21 Bilder
Schloss Bad Zurzach
Anfang des Jahres nannte die Antonie-Deusser-Stiftung eine Summe von 15 Millionen Franken als Verkaufspreis.
Der Eingang zum geschlossenen Schlosspark.
Skulpturen am Eingang zum Schlosspark.
Skulpturen am Eingang zum Schlosspark.
Das war einmal: Das Schloss mit Café. – Manche Bad Zurzacher wünschen sich wieder für die Zukunft.
Es folgen Archivbilder vom Schloss. Nach einer Aussensanierung sieht es nun anders aus.
Der Eingang zum Schlossareal.

Das Schloss Zurzach gleicht seit 2010 einer Geistervilla. Im Jahr 2019 wurde die «Villa Himmelrych» verkauft.

Philipp Zimmermann

Es habe Mut gebraucht, den Kontakt aufzunehmen und aufzuzeigen, dass ehrenhafte und seriöse Absichten – und Herzblut – hinter dem Entwicklungsprojekt stehen, so der ehemalige Bad Zurzacher Ammann und jetzige Gemeinderat Reto S. Fuchs zur Erweiterung des Aktionariats. Und Markus Birchmeier von der Birchmeier Holding AG stellt fest: «Es besteht gegenseitige Übereinstimmung. Und umso schöner ist, dass die neuen Investoren aus dem Zurzibiet kommen. Der Region etwas zurückgeben zu können, liegt in unser aller Interesse.»

Diesen Samstag «Morgen der offenen Türe»

Es sei immer noch das Ziel, Park und Schloss – sicher das Erdgeschoss – für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, erklärt Reto S. Fuchs. Gewissermassen als erster Schritt findet nun ein «Morgen der offenen Türe» statt. Kommenden Samstag, zwischen 9.30 und 12 Uhr, wird die Möglichkeit geboten, einen Blick in den Park und in das Schloss zu werfen. Coronabedingt wird es allerdings einen Eingangscheck geben. «Das Interesse der Öffentlichkeit ist spürbar», stellt Reto S. Fuchs fest. Durchaus ­verständlich: Immerhin sind Schloss und Park seit nunmehr gut 12 Jahren geschlossen.