Bad Zurzach
Schulleitung, Sozialarbeiter und Sekretariat ziehen fürs Erste in Container

Wegen der Umstellung des Schulsystems braucht die Primarschule von Bad Zurzach mehr Raum. Deshalb zügeln Schulleiterinnen, Schulsekretärin und Schulsozialarbeiter in Container-Pavillons. Dies ist allerdings nur als Zwischenlösung gedacht.

Angelo Zambelli
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Auf das Areal zwischen dem Tiergartenschulhaus und der Dreifachturnhalle werden als Übergangslösung fünf Container gestellt.

Auf das Areal zwischen dem Tiergartenschulhaus und der Dreifachturnhalle werden als Übergangslösung fünf Container gestellt.

ZA

Im Hinblick auf die Umstellung des Schulsystems von bisher 5 auf 6 Jahre Primarschule und von 4 auf 3 Jahre Oberstufenschule benötigt die Primarschule der Gemeinde Bad Zurzach zusätzlichen Unterrichtsraum. Statt eines kostspieligen Anbaus hat sich der Gemeinderat in Absprache mit Schulpflege und Schulleitung für eine Zwischenlösung entschieden.

Anfang Mai werden zwischen dem Schulhaus Tiergarten und der Dreifachturnhalle fünf Container-Pavillons aufgestellt. Darin werden nicht Schülerinnen und Schüler unterrichtet, sondern Arbeitsplätze für die Schulleitung, für das Schulsekretariat und für den Schulsozialarbeiter geschaffen. Das Sitzungszimmer kann von allen im Container untergebrachten Personen genützt werden.

Der durch die Reduktion der Oberstufe frei werdende Unterrichtsraum wird durch den Oberstufenzug belegt, der auf das neue Schuljahr hin von Rekingen nach Bad Zurzach wechselt.

«Dank gutem Willen machbar»

Dank der Containerlösung und der Bereitschaft der Schulleiterinnen, der Schulsekretärin und des Schulsozialarbeiters zum Umzug können die zwei neuen sechsten Klassen der Primarschule Bad Zurzach ab August 2014 im Tiergartenschulhaus und im Zwischenbau des Langwies-Zentrums unterrichtet werden. Gemeinderat, Schulpflege und Schulleitung seien sich bewusst, dass dies keine optimale Lösung sei, sagte Gemeinderat Peter Lude an einer Presseorientierung, an der auch Schulpflegepräsidentin Riccarda Möller und Schulleiterin Christina Kalt-Kruthoff teilnahmen.

Es sei der Schulleitung, der Schulsekretärin und auch dem Schulsozialarbeiter hoch anzurechnen, dass sie bereit seien, ihren Arbeitsplatz in den Container zu verlegen und ihren Arbeitsplatz für eine gewisse Zeit auf ein Minimum zu beschränken, sagte Lude. Auch die räumliche Nähe von Schulleitung und Schulsozialarbeiter sei nicht unproblematisch, räumte Gemeinderat Lude ein. «Aber dank Flexibilität und gutem Willen aller Beteiligten ist die Containerlösung machbar.»

Umfassende Schulraumplanung

Dass mit den Containern auf eine Übergangslösung gesetzt wird, hat unter anderem auch damit zu tun, dass bei den Schulliegenschaften Sanierungsbedarf in Millionenhöhe besteht. Laut Gemeinderat Lude ist eine umfassende Schulraumplanung nötig, um eine pädagogisch und organisatorisch optimale Lösung zu finden.

Die bevorstehende Neugestaltung und Schaffung von zusätzlichem Schulraum verlange von den Behörden, von der Schulleitung, von der Lehrerschaft und von den Schülerinnen und Schülern ein hohes Mass an Flexibilität, sagte Lude.

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