Leuggern
Nach zwei Jahren Bauzeit: Die Bewohner ziehen bald in neues Heim

Im Frühling startet der letzte Teil des 30-Millionen-Projektes – das Asana Spital Leuggern wird seit zwei Jahren ausgebaut.

Stefanie Garcia Lainez
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Wo früher das Personalhaus und der Werkhof standen, ist innerhalb eines Jahres das neue Pflegeheim entstanden.

Wo früher das Personalhaus und der Werkhof standen, ist innerhalb eines Jahres das neue Pflegeheim entstanden.

Severin Bigler

Noch sind die Schreiner und Maler vor Ort, in etwas mehr als zwei Monaten können die Bewohner einziehen: Die Bauarbeiten für das neue Pflegeheim des Asana Spital Leuggern sind im Endspurt. Das 12 Millionen Franken teure Gebäude ist Teil des Modernisierungsprojektes «Impuls». Seit kurzem ist auch das «Sunnähus» im Leuggemer Ortsteil Felsenau zur Miete ausgeschrieben. Das Spital ist dort seit fünf Jahren eingemietet und führt eine Wohngruppe für Menschen mit Alzheimer oder Demenz.

Bereits im November 2018 zog der technische Dienst in den 1,6 Millionen Franken teuren Neubau am Schulweg in Richtung Bezirksschule. Im April 2019 begannen die Abbrucharbeiten des rechten Teils des Spitals entlang des Schulweges. Bis Ende Jahr entsteht hier ein neues Pflegeheim, das Platz bietet für 59 Betten sowie vier Wohngruppen und in dem auch das Personal unterkommen wird. Zurzeit läuft der Innenausbau auf Hochtouren. «Mitte Dezember ist die Abnahme geplant, danach folgen die Reinigungsarbeiten und die Möblierung», sagt Spitaldirektor René Huber.

Ausbau des Notfallspitals in Verzug wegen Corona

Der Neubau des Pflegeheims wurde nötig, da die beiden bestehenden schon länger nicht mehr konkurrenzfähig sind. Das «Sunnähus» mit 14 Betten befindet sich in einer alten Liegenschaft, hat keine Duschen in den Zimmern und ist im Innern etwa aufgrund von Schwellen und zu schmalen Türrahmen nicht behindertengerecht.

Deshalb erteilte der Kanton die Betriebsbewilligung nur provisorisch bis zur Realisierung des Neubaus. Ab März kann das 365 Quadratmeter grosse «Sunnähus» für 6800 Franken pro Monat gemietet werden. Das 1956 erstellte Gebäude eigne sich, so das Inserat, aufgrund des besonderen Ausbaus zur Nutzung durch eine soziale Institution.

Das zweite Pflegeheim, das sich auf dem Spitalareal befindet, verfügt über 38 Betten. Es besteht vor allem aus Drei- und Vierbettzimmern. «Die Bewohner bevorzugen heute aber eher Ein- und Zweibettzimmer», sagte Spitaldirektor René Huber bereits im vergangenen Jahr. Nebst der Modernisierung – die letzte komplette Sanierung liegt 30 Jahre zurück – hat der bald fertiggestellte Neubau auch den Vorteil, dass durch das angrenzende Spital die ärztliche Betreuung erleichtert und die Hauswirtschaft sowie der technische Dienst gemeinsam genutzt werden können.

Im dritten und somit letzten Teil des Projektes «Impuls» wird der Akutbereich wie Notfall und Tagesklinik sowie die Radiologie erweitert und die Stationszimmer sanier. «Wegen Corona sind wir hier ein paar Monate im Verzug», sagt René Huber. «Zurzeit befinden wir uns in der Schlussphase der Planung.» Bald folgen die Ausschreibungen. Die Bagger sollen Ende des ersten Quartals 2021 auffahren.

In der bestehenden Notfallstation, die damals auf jährlich 3000 Fälle ausgelegt wurde, werden heute 9000 Fälle betreut. Kernstück des Ausbaus des Akutspitals ist der Anbau, in dem drei Viertel des Platzes die Radiologie in Anspruch nehmen wird. Vorgesehen ist ein komplettes Radiologieangebot mit MRI, CT, konventionellem Röntgen, Mammografie und Knochendichtemessung in Zusammenarbeit mit dem Kantonsspital Baden. Der Anbau ermöglicht zudem, die Tagesklinik näher an die Operationssäle zu platzieren und die Strukturen effizienter zu gestalten.

Nach dem Bezug des neuen Pflegeheims im Januar werden durch die interne Verschiebung von Abteilungen im Akutspital Räume für die Geburtsabteilung frei. Diese wird zusätzlich durch einen weiteren, vierten Gebärsaal, zusätzliche Zimmer, weitere Familienzimmer und einen Aufenthaltsraum aufgewertet. «Die ganze Gebärabteilung erhält dadurch mehr Platz», sagt der Spitaldirektor. Bis im Herbst 2023 soll das Modernisierungsprojekt abgeschlossen sein.