Fusionsgemeinde Zurzach
Kampfwahl um den Vizeammann-Sitz: Peter Moser fordert Peter Lude heraus

Überraschung beim ersten gemeinsamen Auftritt des Gemeinderates der neuen Gemeinde Zurzach: Peter Lude erhält Konkurrenz aus den eigenen Reihen. Peter Moser stellt sich ebenfalls zur Wahl des Vizeammans.

Daniel Weissenbrunner
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Für den Fototermin kurz der Masken entledigt. Der künftige Gemeinderat von Zurzach posiert vor dem Gemeindezentrum Langwies in Bad Zurzach: (v.l.) Cyrill Tait, Heiri Rohner, Franziska Zölly, Peter Lude, Andi Meier, Esther Käser und Peter Moser.

Für den Fototermin kurz der Masken entledigt. Der künftige Gemeinderat von Zurzach posiert vor dem Gemeindezentrum Langwies in Bad Zurzach: (v.l.) Cyrill Tait, Heiri Rohner, Franziska Zölly, Peter Lude, Andi Meier, Esther Käser und Peter Moser.

Daniel Weissenbrunner

Am 1. Januar nächsten Jahres startet die Fusionsgemeinde Zurzach, die aus dem Zusammenschluss von Bad Zurzach, Baldingen, Böbikon, Kaiserstuhl, Rekingen, Rietheim, Rümikon und Wislikofen hervorgeht. Seit dem zweiten Wahlgang im November ist der siebenköpfige Gemeinderat komplett. Ihm gehören Esther Käser (parteilos), Peter Lude (parteilos), Andi Meier (parteilos), Peter Moser (CVP), Heiri Rohner (CVP), Cyrill Tait (parteilos) und Franziska Zölly (parteilos) an.

Am Dienstag nun präsentierte sich das Gremium erstmals vereint an einer Medienorientierung im Gemeindezentrum Langwies in Bad Zurzach. Peter Moser hatte dabei Überraschendes zu vermelden. Am 7.März werden die letzten Funktionen in der neuen Exekutive vergeben. Die des Ammanns und Vizeammanns.

Peter Lude nicht vor den Kopf stossen

Während Andi Meier (41) der einzige Kandidat für das Amt des neuen Gemeindevorstehers ist, kommt es bei der Ausmarchung um das Amt des Vizeammanns nun zu einer Kampfwahl. Peter Lude (56), der seine Kandidatur schon länger bekannt gegeben hatte, erhält Konkurrenz aus den eigenen Reihen. Peter Moser, der mit Lude derzeit noch im Gemeinderat in Bad Zurzach sitzt, fordert seinen Kollegen heraus.

Er bringe Verständnis auf, wenn sein Entscheid nicht überall auf Zustimmung stosse, sagt der 50-jährige Moser. «Ich habe mir das reiflich überlegt und bin zum Schluss gekommen, dass ich es versuchen möchte», sagt der CVP-Mann. Aus seiner Sicht bedeuten Wahlen auch immer, eine Auswahl zu haben. Dass er Peter Lude, mit dem er seit fünf Jahren im Bad Zurzacher Gemeinderat politisiert, damit vor den Kopf stossen könnte, glaubt Moser nicht. «An unserem Verhältnis wird sich nichts ändern. Wenn Peter Lude das Rennen machen sollte, dann gönne ich ihm das von ganzem Herzen.»

Peter Lude seinerseits nimmt Mosers Kandidatur gelassen. «Ich bringe elf Jahre Erfahrung im Gemeinderat mit, vier davon als Vizeammann. Dieses Wissen möchte ich im neuen Gremium einbringen.» Die Bürgerinnen und Bürger hätten nun die Wahl, wem sie das Vertrauen schenken möchten.

Von den übrigen Mitgliedern liebäugelte auch Cyrill Tait mit einer Kandidatur. Aber mit jener des Ammanns. «Ich habe mir überlegt, ob ich um den Sitz antreten sollte.» Nach Abwägung von Beruf, Familie und politischem Amt habe er sich dann dagegen entschieden.

Als Nächstes steht nun die Ressortverteilung an. Diese soll nach der Wahl vom 7. März bekannt gegeben werden. Am 25. März steht ausserdem die Inpflichtnahme in Aarau auf dem Programm.

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