Bad Zurzach
Höfli-Areal: Der Weg fürs Alters- und Pflegezentrum ist geebnet

Die Umzonung des Höfli-Areals fürs Alters- und Pflegeheim ist bewilligt, das wurde an der Gemeindeversammlung entschieden. Bei den Finanzen ist die Lage für die Gemeinde nach wie vor angespannt.

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Auf dem Höfli-Areal soll das neue Alters- und Pflegezentrum gebaut werden. Blau = Haus Giger (wird abgebrochen). Gelb = Bezirksmuseum und Kurgästehaus (bleiben bestehen). Rot = Kindergarten und Pétanqueplatz (werden abgebrochen). Grün = neuer Pétanqueplatz ausserhalb des Höfli-Areals. Plan ZVG

Auf dem Höfli-Areal soll das neue Alters- und Pflegezentrum gebaut werden. Blau = Haus Giger (wird abgebrochen). Gelb = Bezirksmuseum und Kurgästehaus (bleiben bestehen). Rot = Kindergarten und Pétanqueplatz (werden abgebrochen). Grün = neuer Pétanqueplatz ausserhalb des Höfli-Areals. Plan ZVG

Die 113 an der Gemeindeversammlung anwesenden Stimmberechtigten haben mit ihren durchwegs zustimmenden Entscheidungen den Weg für die Realisierung eines regionalen Alters- und Pflegeheims auf dem Höfli-Areal geebnet. Bewilligt wurden sowohl die Umzonung des Geländes von der Kern- und Kurortzone in die Zone für öffentliche Bauten als auch die Teiländerung der Bau- und Nutzungsordnung. Grünes Licht erhielt auch die Leistungsvereinbarung mit der Emil Burkhardt-Stiftung für 120 Plätze sowie der Baurechtsvertrag mit der Stiftung, lautend auf 50 Jahre.

Als weiteres Puzzleteil für die Realisierung des regionalen Alters-und Pflegeheims stimmte die Versammlung einem Verpflichtungskredit von brutto 375 000 Franken für die Projektierung der Mantelnutzung des Alters- und Pflegezentrums zu. Im Gespräch sind der Bau einer öffentlichen Tiefgarage sowie die Unterbringung von Spitex und anderer Dienstleistungsbetriebe innerhalb des Alters- und Pflegeheims. «Es ist Aufgabe der öffentlichen Hand, Begegnungsräume für die Bevölkerung zu schaffen», sagte Gemeindeammann Reto S. Fuchs an der mittelmässig besuchten Gemeindeversammlung im Gemeindezentrum Langwies.

Mit einer öffentlich zugänglichen Tiefgarage und Dienstleistungsbetrieben wie die Spitex im Erdgeschoss des Hauses werde dieses Ziel erreicht. Überhupt freute sich Gemeindeammann Fuchs zusammen mit seinen Ratskollegen über die fast hundertprozentige Zustimmung zum Grossprojekt «Regionales Alters- und Pflegeheim Bad Zurzach». Mit diesen historisch bedeutenden Entscheiden hätten sie den Weg für das regionale Alters- und Pflegezentrum auf dem Höfli-Areal freigemacht, freute sich Fuchs.

Angespannte Finanzen

Weniger Grund zur Freude hatte der Ammann bei der Präsentation des Voranschlags 2015, der mit einem Ausgabenüberschuss von 115 000 Franken rechnet. Die Gemeinde müsse in den kommenden Jahren extrem auf die Kosten achten müssen, sagte Fuchs und kündigte an, dass ab 2016 ein Sparplan erstellt werden müsse. «Wir werden noch diesen oder jenen finanziellen Hosenlupf machen müssen, damit wir als Gemeinde vorwärtskommen», sagte der Gemeindeammann mit Blick auf den Finanzplan. Anstehend sind Grossprojekte wie die Ostumfahrung, die Fleckensanierung und der Bau neuer Kreisel am Nord- und Südende der Nordumfahrung, um nur die wichtigsten Projekte zu nennen.

Verschärft wird die finanzielle Situation von Bad Zurzach durch tiefere Steuereinnahmen (minus eine Million) sowie durch steigende gebundene Ausgaben. «Es wurde gespart, wo gespart werden konnte», sagte Gemeindeammann Fuchs. Insgesamt wurden die Ausgaben um 8 Prozent gestutzt.

Ebenfalls grünes Licht erhielten die Beschaffung eines Traktors als Ersatz für den ausgedienten Unimog, der Baurechtsvertrag mit der AEW Energie AG für den Bau einer Heizzentrale des Wärmeverbundes beim Feuerwehrlokal sowie die Einbürgerung von insgesamt 5 Personen. Einstimmig gutgeheissen wurden die Kostenabrechnungen für die Richtplanung des Bahnhofgebiets und die Energieoptimierung der regionalen Abwasserreinigungsanlage.

Unter Verschiedenes wurde Vizeammann Mäne Moser für sein 20-jähriges Engagement im Gemeinderat geehrt sowie Mario Walde nach 32 Jahren als Finanzverwalter der Gemeinde Bad Zurzach verabschiedet. Ausserdem informierte Ammann Fuchs, dass Ende November der Architekturwettbewerb für das regionale Alters- und Pflegeheim abgeschlossen wird und die drei Siegerprojekte im «Futurum» an der Ochsenkreuzung besichtigt werden können.

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