Leuggern
Himmlischer Gesang für zauberhaftes Publikum

Noëmi Nadelmann und Chor sangen in der katholischen Kirche St. Peter und Paul in Leuggern. Mehr als 650 Personen liessen sich vom Laienchor und der Opernsängerin inspirieren.

Barbara Scherer
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Noemi Nadelmann und Chor
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Noemi Nadelmann und Chor
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Noemi Nadelmann mit ihrem Chor in Leuggern
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Noemi Nadelmann und Chor

Von Barbara Scherer

Ein hohes C aus der Kehle der Schweizer Opernsängerin Noëmi Nadelmann und beinahe wären die alten Fenster der katholischen Peter und Paul Kirche zersprungen. Zusammen mit ihrem Laienchor aus der ganzen Schweiz begeisterte sie am Sonntagabend mehr als 650 Personen mit einem klassischen Frühlingskonzert. Begleitet wurde der Chor von dem Pianisten André Desponds und seiner Schülerin.

«Ich wollte schon immer, dass unser Chor hier auftritt», sagte der einheimische Ueli Kalt, Mitglied im Chor und Organisator des Frühlingskonzerts. Dabei sei es besonders schwer gewesen, ein Datum zu finden, an dem alle Mitglieder Zeit hatten.

Körpereinsatz und Mimik

Passend zum kirchlichen Ambiente stimmte der Chor gleich zu Beginn ein kräftiges Halleluja an. Neben klassischen Stücken von Verdi und Mozart sang der Chor auch Lieder wie «Somewhere over the Rainbow» oder «Amazing Grace». Dabei zeigten die Sänger ihr theatralisches Können. So hatten selbst Weinflaschen ihren Einsatz auf der Bühne. Allen voran präsentierte die Meisterin, Noëmi Nadelmann, wie man mit Körpereinsatz und Mimik einer Operette Leben verleiht. Ab und zu sang die Sopransängerin auch ein Stück ganz alleine und scheute auch nicht davor zurück, sich während ihres Vortrags im Publikum zu bewegen.

«Aargauer sind warmherzig»

Zum Schluss stimmte der Chor die 9. Sinfonie Beethovens mit dem bekannten Text von Friedrich Schiller «Freude schöner Götterfunken» an. Als die Sänger ihr Bestes gaben und den Kirchenraum mit ihren Stimmen füllten, lief den Zuhörerinnen und Zuhörern ein kalter Schauer über den Rücken. Und mit dem letzten Ton sprang die Menge in die Höhe und spendete kaum endenden wollenden Applaus. «Ich bin überwältigt. Die ganze Zeit war ich so konzentriert auf das dirigieren und singen. Als das ganze Publikum wie auf Kommando aufstand, war ich sprachlos», sagte Noëmi Nadelmann. Die Aargauer seien ein warmherziges Publikum, meinte die geborene Zürcherin.

Eine verschworene Truppe

Entstanden ist der Chor im Vorfeld der Schweizer Fernsehsendung «Kampf der Chöre» 2010. Dabei wählte Noëmi Nadelmann aus 350 Leuten die zwanzig talentiertesten Sängerinnen und Sänger aus. Heute sei der Chor eine verschworene Truppe, sagt Ueli Kalt. «Wir nehmen unsere Auftritte locker und lachen auch gerne mal über einen Patzer.»

Mit ihrer charmanten Art lockerte die Gruppe zwischen den Liedern das Publikum immer wieder auf und zauberte hier und dort ein Lächeln in die sonst so gebannten Gesichter. «Ich bin unglaublich glücklich. Das Publikum war fantastisch», sagte ein mit dem Verlauf des Abends sichtlich zufriedener Ueli Kalt.

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