Fussball, 2. Liga inter
Klingnau unterliegt Mutschellen im Derby: Jetzt wird es schwierig mit dem Ligaerhalt

Die junge Truppe von Trainer Samir Bajramovic kann auch gegen Mutschellen nicht reüssieren. In den verbleibenden drei Spielen zählt nur noch eines: Siege.

Alessandro Crippa
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Dario Branco Ferreira, Captain FC Klingnau, und seine Kollegen kommen nicht mehr richtig in Fahrt.

Dario Branco Ferreira, Captain FC Klingnau, und seine Kollegen kommen nicht mehr richtig in Fahrt.

Alessandro Crippa

Als «eine Affiche mit Zunder» bezeichnet der FC Mutschellen das Duell mit dem FC Klingnau auf seiner Homepage. Die Freiämter liegen vor der Partie mit fünf Punkten Vorsprung vor den Zurzibietern, die alles daran setzen wollen, den Klassenerhalt noch zu schaffen. Mit einem Sieg wäre Klingnau bis auf zwei Punkte an Mutschellen herangekommen.

Aber da schleicht sich schon ein erstes Mal der Konjunktiv in den Text ein. Und das ist meist kein gutes Zeichen. Klingnau und Mutschellen liefern sich über längere Zeit eine ausgeglichene Partie, bis die Gäste nach der Pause einen Elfmeter zugesprochen bekommen. Fabrice Moser verwandelte diesen. Daraufhin steckten die Klingnauer aber nicht etwa auf, sondern reagierten prompt. Anto Gudelj zog ausserhalb des Strafraums ab und netzte zum Ausgleich ein. 52 Minuten waren da gespielt.

Das Hoffen auf ausgeschlafene Spieler

Nach einem Doppelpass der Gäste war die Klingnauer Abwehr nach knapp 70 Minuten ausgehebelt und der erneute Rückstand war Tatsache. «Wir haben dann versucht zu reagieren und haben hinten aufgemacht», resümierte Trainer Samir Bajramovic nach dem Spiel. Doch mit einem Punktgewinn wollte es nicht mehr klappen. Mutschellen kam durch Luca Giampa sogar noch zum 3:1 und braucht für den Ligaerhalt wohl nur noch einen Punkt aus den verbleibenden drei Spielen.

Den Ligaerhalt will auch der FC Klingnau schaffen. Doch aktuell scheint der Wurm drin zu sein beim Team von Samir Bajramovic. Er gesteht, wovor er in dieser Saison Angst hatte: «Wenn du einmal ‹im Seich› bist und unter den Strich rutschst, dann verlässt dich das Glück.»

Und genau dieses Gefühl, dass das Glück seine Equipe verlassen hat, steigt immer wieder in ihm hoch. Doch der Trainer sagt auch: «Wir müssen besser spielen, energischer sein und den Sieg mehr wollen als der Gegner.» Sonst wird es wirklich kritisch, ob die Zurzibieter mit ihrem jungen Team die Liga halten können.

Klingnau-Trainer Samir Bajramovic ist enttäuscht.

Klingnau-Trainer Samir Bajramovic ist enttäuscht.

Alessandro Crippa

In den verbleibenden drei Spielen braucht es wohl drei Siege, denn der Rückstand auf Lachen/Altendorf, das auf dem elften Rang liegt, beträgt jetzt schon sechs Punkte. Am kommenden Sonntag steht das Spiel in Unterstrass auf dem Plan. Es ist bereits für 13.00 Uhr angesetzt. Ungewohnt früh. Samir Bajramovic kann gut damit leben. Er hofft, die Spieler auch. «Hoffentlich bereiten sich alle gut vor und gehen rechtzeitig ins Bett. In so eine Partie muss man gut ausgeschlafen reingehen.»