2. Liga inter
Der FC Klingnau verliert in Dietikon knapp – vom Trainer gibt es dennoch lobende Worte

Nach dem klaren Sieg gegen Wangen bei Olten vor einer Woche können die Klingnauer im Limmattal resultatmässig nicht anknüpfen und unterliegen Dietikon mit 1:2. Die grosse Enttäuschung ist aber nicht spürbar.

Alessandro Crippa
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Der FC Klingnau (hier mit Anto Gudelj rechts) unterliegt in Dietikon knapp.

Der FC Klingnau (hier mit Anto Gudelj rechts) unterliegt in Dietikon knapp.

Alessandro Crippa

In der Vorrunde hat der FC Klingnau etwas überraschend den FC Dietikon mit 2:1 bezwungen. Dieser hegt grosse Aufstiegsambitionen, die Zurzibieter hingegen wollen der Abstieg in die 2. Liga Aargau verhindern.

Im zweiten Vergleich der beiden Teams behalten die Limmattaler die Oberhand. Sie gewinnen ebenfalls mit 2:1. Der Start gelingt noch dem Team von Samir Bajramovic besser. Acht Minuten sind gespielt, als Batuhan Karadeniz zum 1:0 für die Gäste einschiesst. «Danach haben wir sogar die Chance, auf 2:0 zu erhöhen, nutzen diese aber nicht», sagt Bajramovic nach der Partie.

Gelb-rote Karte gegen Klingnau kurz vor der Pause

Und so kommt Dietikon nach etwas mehr als einer halben Stunde zum Ausgleich. Diesem geht ein einfacher Ballverlust der Klingnauer voraus. Der anschliessende Pass in die Tiefe erreicht Davor Mutabdzic, welcher den Spielstand egalisiert. Zehn Minuten später ist es wieder Mutabdzic, der ins Tor und damit zum 2:1 trifft: Nach einem Dribbling legt ein Mitspieler ihm den Ball perfekt auf, der Flügelspieler muss nur noch einschieben.

Quasi mit dem Pausenpfiff wird es auf der Dornau hitzig: Heroid Gjoshi, der Klingnauer Spielgestalter, sieht zurecht seine zweite gelbe Karte und muss vorzeitig unter die Dusche. Daraufhin liefern sich die Spieler hitzige Wortgefechte, die erst verstummen, als der Unparteiische zum Pausentee bittet.

Heroid Gjoshi musste vorzeitig vom Feld.

Heroid Gjoshi musste vorzeitig vom Feld.

Alessandro Crippa

Nach der Pause wird aber Klingnau nicht etwa schlechter. Mit nur noch zehn Mann auf dem Feld wird die Bajramovic-Truppe noch solidarischer und lauffreudiger, hat sogar Chancen auf den Ausgleich. Doch er will an diesem Abend nicht mehr gelingen. So gibt es im fünften Rückrundenspiel die vierte Niederlage.

Bereits am Mittwoch wieder im Einsatz

«Unsere Abwehr hat mir heute trotz der beiden Gegentore sehr gut gefallen», sagt Trainer Bajramovic. Ein Sonderlob erhält diesmal Esdras Soki Mafuta, der von einer langwierigen Verletzung zurückgekehrt und in die Innenverteidigung beordert wurde. «Er hat einen super Job gemacht, ebenso hat mich Serkan Korkut überzeugt», sagt Bajramovic.

Samir Bajramovic ist zufrieden mit seinem Team, obwohl es verloren hat.

Samir Bajramovic ist zufrieden mit seinem Team, obwohl es verloren hat.

Alessandro Crippa

Nun geht es bereits am Mittwoch weiter. Dann wartet in der 2. Runde der Qualifikation für den Schweizer Cup der FC Muri. Die Freiämter sind ebenfalls in der «Klingnauer» Gruppe in der Meisterschaft und der klare Favorit für diese Partie. Die Niederlage gegen Dietikon macht Samir Bajramovic aber nicht etwa Bauchweh, sondern Mut. Er sagt: «Wir können gewinnen, aber wir brauchen einen guten Tag, das ist klar.»