Klingnau
Der Rubel rollt: Rund eine Million mehr Steuern als erwartet

In einem Feierabendgespräch im altehrwürdigen Rittersaal hat der Gemeinderat der Bevölkerung den Rechnungsabschluss 2010 und die Ziele für das Jahr 2011 präsentiert.

Angelo Zambelli
Drucken
Teilen
Rund eine Million mehr Steuern als erwartet hat Klingnau eingenommen. (Symbolbild)

Rund eine Million mehr Steuern als erwartet hat Klingnau eingenommen. (Symbolbild)

Keystone

Der Rechnungsabschluss der Einwohnergemeinde kann sich sehen lassen: Bei einem Gesamtumsatz von 18,47 Millionen Franken konnte ein Cashflow (Ergebnis vor Abschreibungen) von 1,445 Millionen Franken erwirtschaftet werden.

Im Budget vorgesehen war ein Cashflow von 359 200 Franken. Nebst den vorgeschriebenen Abschreibungen von 196 000 Franken können zusätzliche Abschreibungen von 1,249 Millionen Franken getätigt werden. Gemeindeammann Peter Bühlmann und Finanzchef Felix Lang bezeichnen das Ergebnis als «sehr zufriedenstellend.»

Höhere Steuereingänge

Ursache des guten Rechnungsabschlusses – trotz Steuerfusssenkung – waren höhere Steuereingänge als budgetiert. Total gingen 969 600 Franken mehr ein als veranschlagt. Bei den Einkommens- und Vermögenssteuern lag das Ergebnis um 587 300 Franken über dem Voranschlag, aber um 209 416 Franken unter dem Ergebnis des Vorjahres.

Das gleiche Bild zeigen die Aktiensteuern: 250 000 Franken waren budgetiert, 438 400 Franken sind eingegangen. Das Ergebnis bei den Aktiensteuern lag im Vorjahr bei 561 417 Franken. Die Schulden der Einwohnergemeinde Klingnau betrugen per Ende 2010 978 400 Franken.

Bis auf die Signalversorgung weisen alle Gemeindewerke positive Rechnungsergebnisse aus. Der Bereich Abwasser schliesst mit einem Plus von 508616 Franken, die Elektrizitätsversorgung weist ein Plus von 808 735 Franken aus und auch die Wasserversorgung schliesst mit einem Plus von 206 917 Franken. Die Signalversorgung präsentiert eine schwarze Null. Beim Gemeindewerk Abwasser wird aufgrund der guten Situation eine Gebührensenkung in Betracht gezogen.

Ehrgeizige Ziele

Der Gemeinderat Klingnau hat sich ehrgeizige Ziele gesteckt. Anpacken will er eine ganze Reihe von Projekten. Dazu gehören die Prüfung einer Fusion mit Döttingen, die Revision der Nutzungsplanung sowie die Planung der Stadtraumgestaltung und der Städtlibeleuchtung.

Bei den Gemeindeliegenschaften soll eine Raumplanungsstudie für Schule und Verwaltung erstellt werden. Weiter sind die Sanierung des Schulhauses 3 sowie die 3. Etappe der Propsteimauer-Sanierung und die Einrichtung eines neuen Archivs in der Propstei vorgesehen. Ausserdem soll eine Energiekommission eingesetzt werden, die den Gemeinderat in Fragen der Energieoptimierung bei gemeindeeigenen Liegenschaften und beim Einsatz von alternativen Energien berät.

Weitere Ziele des Gemeinderates sind die Erneuerung der Beckenbeschichtung im Schwimmbad, die Sanierung der Hardstrasse und der Flüestrasse (inklusive Einführung der Tempo-30-Zone) sowie die Erschliessungen Föhrenweg, Schwändiweg/Terrassenweg und unteres Zelgli. Vorgesehen sind ausserdem die Überarbeitung des Friedhof-Gestaltungs- und Belegungsplans, die Überprüfung der Gebührenreglemente Wasser und Abwasser sowie die Abklärung der Notwendigkeit eines Ausbaus der Abwasserreinigungsanlage im Zibli.

Im Bereich Abfall soll das neue Entsorgungskonzept bei der Firma Häfeli-Brügger AG überprüft und der Entsorgungsplatz im Weier ansehnlicher gestaltet werden. Die Feuerwehr prüft eine Fusion mit der Nachbargemeinde Koblenz. Als letzter, aber nicht unwichtigster Punkt hat sich der Gemeinderat Klingnau auf die Fahne geschrieben, den Schulstandort Klingnau zu stärken und alles zu unternehmen, um die Bezirksschule zu erhalten.

Aktuelle Nachrichten