Umwelt
Der Klingnauer Stausee soll ökologisch aufgewertet werden

Mit mehreren Massnahmen soll die Aarekraftwerk Klingnau AG die Natur rund um den Stausee auffrischen.

Sabina Galbiati
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Klingnauer Stausee

Klingnauer Stausee

Sandra Ardizzone
So soll die Umgebung rund um den Stausee aufgefrischt werden.

So soll die Umgebung rund um den Stausee aufgefrischt werden.

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Die Aarekraftwerk Klingnau AG (AKA), an der die Axpo Power AG und die AEW Energie AG beteiligt sind, reichte Ende Juni 2017 das Konzessionsgesuch für die Wasserkraftnutzung bis 2075 ein. «Damit die Konzession erteilt werden kann, müssen unter anderem ökologische Ersatz- und Ausgleichsmassnahmen getroffen werden, die Teil des Konzessionsgesuchs sind», schreibt das kantonale Departement für Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) in einer Mitteilung.

Am Montag startet die öffentliche Auflage zu den Ersatz- und Ausgleichsmassnahmen. Bis 16. Januar können die Unterlagen in den Gemeinden Koblenz, Klingnau, Döttingen, Böttstein und Leuggern sowie beim BVU in Aarau eingesehen werden.

Die mit der Neukonzessionierung des Kraftwerks verbundenen ökologischen Ersatz- und Ausgleichsmassnahmen finanziert die AKA. Es handelt sich um eine Reihe von Massnahmen in der unmittelbaren Umgebung des Klingnauer Stausees:

  • Ufergestaltung Ifang: Gestaltung eines neuen Nebenarms der Aare.
  • Bau von drei neuen Beobachtungsbuchten am linken Seeufer.
  • Einrichten einer Nistwand für Uferschwalben.
  • Vitalisierung des linken und des rechten Sickergrabens sowie des untersten Abschnitts des Binnenkanals: Verbesserung der Längsvernetzung (Wiederherstellung der Durchgängigkeit für die Fischwanderung) und Aufwertung des Lebensraums.
  • Vitalisierung des Leuggernbachs: Neugestaltung des Mündungsbereichs zur Verbesserung der Längsvernetzung und Aufwertung des Lebensraums
  • Neue Watfläche im Stausee.
  • Uferstrukturierung Giriz: abschnittweise Entfernung von harten Uferverbauungen, Schaffung von Buchten und Blocksteinbuhnen, Aufwertung des Lebensraums.

Die AKA hat die Massnahmen zur Aufwertung der Umwelt und den für die Bewilligung des Projekts notwendigen Umweltverträglichkeitsbericht (UVB) im Austausch mit einer Begleitkommission erarbeitet, die aus Vertretern der betroffenen Gemeinden, der Umweltschutzorganisationen, der Fischereivereine, der Wassersportvereine, der Landwirtschaft und des Unterlieger Kraftwerks sowie der kantonalen Behörden zusammengesetzt war.

Das BVU bescheinigt dem Vorhaben die Umweltverträglichkeit. Vom Bundesamt für Umwelt (Bafu) und dem Bundesamt für Energie (BFE), sind ebenfalls zustimmende Rückmeldungen eingegangen.

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