Tegerfelden
Das Gebiet Läubrig in Tegerfelden wird zu Bauland

Die Tegerfelder Einwohnerzahl beträgt 1080, in 15 Jahren soll sie auf 1350 steigen. Das Bauland in der Gemeinde ist knapp. Deshalb sind Umzonungen geplant. Dabei soll unter anderem die Landwirtschaftszone Läubrig in eine Bauzone umgezont werden.

Corinne Rufli
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Erwin Baumgartner im Rebberg ob Tegerfelden.Annika Bütschi

Erwin Baumgartner im Rebberg ob Tegerfelden.Annika Bütschi

«Wir legen Wert auf ein qualitatives Wachstum der Gemeinde», sagt Erwin Baumgartner, Gemeindeammann von Tegerfelden. Lieber nur wenige neue Häuser pro Jahr bauen, statt eines kurzen Booms und dann einer möglichen Flaute.

«Gesundes Wachstum», nennt Baumgartner das auch. Mit der Gesamtrevision der Nutzungsplanung, bestehend aus Bauzonen- und Kulturlandplan sowie Bau- und Nutzungsordnung, werde diesem Aspekt Rechnung getragen. Zurzeit läuft das Mitwirkungsverfahren.

Die Tegerfelder Einwohnerzahl beträgt 1080, in 15 Jahren soll sie auf 1350 steigen. Das Bauland in der Gemeinde ist knapp. Deshalb sind Umzonungen geplant.

Die unattraktiven Bauzonengebiete Pfisteri und Brühl sollen ausgezont werden und die alte Kläranlage von der Zone für öffentliche Bauten zur Landwirtschaftszone geändert werden.

Dafür soll die Landwirtschaftszone Läubrig in die Bauzone W2 umgezont werden. «Das Gebiet liegt erhöht, an ruhiger Südwestlage, es ist also eine bevorzugte Wohnzone», sagt Baumgartner.

Das Wachstum kontrollieren

«Wir wollen für die Umzonungen wieder das System Cholgrabe anwenden», erklärt Baumgartner. Im heutigen Gewerbegebiet hat die Gemeinde vor fünf Jahren von den Eigentümern, die keinen Eigenbedarf hatten, das Land kostenlos erhalten.

Die Gemeinde übernahm die Erschliessungskosten. Beim späteren Verkauf der Parzellen bekommen die ehemaligen Eigentümer anteilsmässig ihren Erlös. «Das Gute daran ist, dass die Gemeinde die Entwicklung im Cholgrabe steuern kann und es nicht zu Spekulationen kommt, welche die Bodenpreise explodieren oder implodieren lassen», sagt Baumgartner.

Dieses System soll nun auch im Gebiet Läubrig angewandt werden. Ziel ist, dass mit einem Teil des entstehenden Mehrwerts der Parzellen im Gebiet Läubrig die Eigentümer der auszuzonenden Gebiete Pfisteri und Brühl entschädigt werden.

«So können wir kontrolliert vier bis fünf Parzellen pro Jahr verkaufen», sagt Baumgartner. Die Landpreise sollen so auf einem moderaten Niveau bleiben. «Wir wollen, dass Tegerfelden ein familienfreundliches Dorf bleibt.»

Innerhalb des Baugebietes soll es punktuell zu Verdichtungen kommen. «Der Dorfcharakter soll aber erhalten bleiben», betont Baumgartner.

In der Nutzungsplanung wird auch ein Inventar von schützenswerten Objekten und Naturorten – wie Wald, Lichtungen oder Magerwiesen – erstellt.

Gesamtrevision Nutzungsplanung, Mitwirkungsverfahren läuft bis 12. Juli. Fragestunde auf der Gemeinde mit dem Gemeindeammann: Fr, 21. Juni, 17–18.30 Uhr; Mi, 6. Juni, 19–20.30 Uhr

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