Full/Leibstadt
Corona-Ausbruch an Primarschule betrifft auch Oberstufe – infizierter Schulleiter arbeitet von zu Hause aus weiter

In Full wurde wegen Covid-Fällen der Betrieb eingestellt. In Leibstadt wird der Unterricht normal weitergeführt – Auswirkungen hat es trotzdem.

Daniel Weissenbrunner
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Die beiden Schulhäuser in Full. Die Oberstufenschüler gehen in Leuggern (Bez) respektive in Leibstadt (Sek/Real) in die Schule.

Die beiden Schulhäuser in Full. Die Oberstufenschüler gehen in Leuggern (Bez) respektive in Leibstadt (Sek/Real) in die Schule.

Philipp Zimmermann

Seit letzten Donnerstag ist die Primarschule in Full-Reuenthal geschlossen. Grund sind mehrere positiv auf das Coronavirus getestete Personen. Zu ihnen gehören Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie Schulleiter Ueli Zulauf. «Wir haben daher entschieden, in Absprache mit der Kantonsärztin, den Unterricht bis zu den Weihnachtsferien einzustellen», sagt Schulpflegepräsidentin Martina Vögele. Sollte es der Gesundheitszustand der Lehrpersonen zulassen, würden sie den Kindern Hausaufaufgaben geben.

Sämtliche mit dem Virus infizierten Personen befänden sich in der vom Kanton angeordneten Quarantäne. Um wie viele Infektionen es sich genau handelt, kann Vögele nicht sagen. Sowohl Lehrkräfte wie auch Schülerinnen und Schüler würden aber keine, oder wenn, dann nur milde Krankheitszeichen aufweisen, erklärt die Schulpflegepräsidentin.

Gleiches gilt für Ueli Zulauf. Er habe lediglich schwache Symptome und arbeite nun von zu Hause aus, sagt er auf Anfrage. Bei Zulauf kommt hinzu, dass er nicht nur für die Primarschule in Full zuständig ist. Er führt als Schulleiter auch die Oberstufe in der Nachbargemeinde Leibstadt, in die auch Kinder und Jugendliche aus Full-Reuenthal gehen.

Test bei Lehrkraft, die an beiden Schulen unterrichtet

Der Ausbruch in Full habe bisher keine Auswirkungen auf den Betrieb in Leibstadt, heisst es. «Der Unterricht läuft normal», sagt Ueli Zulauf. Einzige Absenz war am Montag ein Lehrer, der an beiden Schulen unterrichtet, und sich einem Test unterzog. «Bis das Ergebnis feststeht, bleibt er ebenfalls zu Hause», sagt der Schulleiter.

Vom Ausbruch betroffen sind allerdings Oberstufenschülerinnen und schüler, deren Geschwister in Full in positiv getestet worden sind. Sie befinden sich ebenfalls in Quarantäne. Die Kritik von Eltern, wonach die Schulpflege zu spät informiert habe, weist Martina Vögele zurück. Man habe im Gegenteil, als das Ausmass bekannt war, sofort gehandelt und informiert, noch bevor man vom Kanton die offizielle Anordnung zur Schliessung erhalten habe.