Bad Zurzach
Bad Zurzach gibt Projekt «Aubette» an die Emil-Burkhardt-Stiftung ab

Nach vier Jahren Planung übergab der Gemeinderat das Geschäft «Neubau Alterszentrum» offiziell zurück an die Emil-Burkhardt-Stiftung, welche ab jetzt für die Realisierung des Projekts verantwortlich ist.

Nadja Rohner
Drucken
Teilen
Ammann Reto S. Fuchs (rechts) übergibt Stiftungsratspräsident Rudolf Nydegger einen edlen Tropfen. NRO

Ammann Reto S. Fuchs (rechts) übergibt Stiftungsratspräsident Rudolf Nydegger einen edlen Tropfen. NRO

Nadja Rohner

Eigentlich laufen solche Zeremonien ja immer gleich ab: Begrüssung, Ansprache, anstossen, heimgehen. Reto S. Fuchs, Ammann von Bad Zurzach, kehrte dieses Prinzip gestern kurzerhand um.

Auf dem Areal hinter dem Höfli trafen sich Vertreter der Gemeinde, des Alters- und Pflegeheims Pfauen sowie der Emil-Burkhardt-Stiftung als Altersheim-Betreiberin.

Der Anlass: Nach vier Jahren Planung übergab der Gemeinderat das Geschäft «Neubau Alterszentrum» offiziell zurück an die Stiftung, welche ab jetzt für die Realisierung des Projekts verantwortlich ist. «Ein recht feierlicher Moment», betonte Fuchs gleich zu Beginn, und liess seine Gäste anstossen, noch bevor er zu seiner kurzen Rede ansetzte.

Die Emil-Burkhardt-Stiftung war im Jahr 2010 an den Gemeinderat gelangt, als klar wurde, dass für das bestehende Altersheim Pfauen eine Ersatzlösung gefunden werden muss, wie Stiftungsratspräsident Rudolf Nydegger erzählte. Seither, so Ammann Fuchs, habe der Gemeinderat rund 700 Stunden in das Thema investiert – der Ammann selber, aber vor allem auch Gemeinderat Peter Lude.

Ein Standort musste gefunden, die notwendigen Landkäufe und -abtausche organisiert und bewilligt werden. Und schliesslich ging es darum, aus vielen in einem Architekturwettbewerb eingereichten Projektstudien den Sieger zu küren – das Projekt «Aubette», welches letzte Woche präsentiert wurde (az berichtete).

Ein symbolischer Stab aus Schoggi

«Auch die Bevölkerung hat sich intensiv mit dem künftigen Altersheim auseinandersetzen müssen», so Reto S. Fuchs. Das Thema stand an zahlreichen Gemeindeversammlungen auf der Traktandenliste.

Der Ammann hat nachgerechnet: «Bei den 10 Abstimmungen zum Thema Altersheim gab es insgesamt nur gerade 16 Gegenstimmen.» Das zeige, dass die Bad Zurzacher nicht nur über Weitsicht verfügten, sondern auch den Behörden und der Emil- Burkhardt-Stiftung viel Vertrauen entgegenbrachten, sagte Fuchs. Er bedankte sich zudem bei den Landverkäufern, die « solidarisch gehandelt und zugunsten der Bevölkerung ihr Land abgetreten haben – was nicht selbstverständlich ist».

Zur offiziellen «Stab-Übergabe» an die Emil-Burkhard-Stiftung hatte sich der Gemeinderat Bad Zurzachs nicht etwa einen profanen Holzstab als Symbol ausgesucht – sondern einen aus Schokolade.

Fuchs überreichte ihn Stiftungsratspräsident Nydegger, zusammen mit einer grossen Flasche Champagner. Geöffnet werden dürfe diese aber erst bei der Grundsteinlegung, betonte der Ammann.

Nydegger nahm das halb fertige Altersheim-Projekt als «riesiges Geschenk kurz vor Weihnachten» entgegen – man stelle sich nun dieser «grossen Aufgabe». In den nächsten Monaten müsse das Projekt konkretisiert und ausgearbeitet werden.

Etwa im Jahr 2018 könnten dann die ersten Bewohner einziehen. «Auf jeden Fall wird der Neubau nicht nur ein Alterszentrum, sondern ein Begegnungszentrum – und eine Bereicherung für den Flecken», sagte er.

Aktuelle Nachrichten