Bad Zurzach
Am Neujahrsapéro machte die Gemeinde gute Werbung für Schulstandort

Der diesjährige Neujahrsapéro stand ganz im Zeichen von Bildung und Schule. Sogar Bildungsdirektor Alex Hürzeler schaute vorbei. Er mahnte die Zurzibieter bei abnehmenden Schülerzahlen, miteinander zu reden, um Lösungen zu suchen.

Louis Probst
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Bildungsdirektor Alex Hürzeler am Neujahrsapéro in Bad Zurzach
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Bildungsdirektor Alex Hürzeler
Gemeinderat Peter Lude im Gespräch mit Bildungsdirektor Alex Hürzeler
Der ehemalige Fleckenschreiber René Huber wird verabschiedet
Stimmgewaltige Solistinnen des Oberstufenchors
Jugendmusik in concert
Einstimmung mit Gregorianik
Assoziationswolke der Schule
Das Buffet ist eröffnet

Bildungsdirektor Alex Hürzeler am Neujahrsapéro in Bad Zurzach

Louis Probst

«Die machen gute Werbung für ihren Schulstandort», stellte am Neujahrsapéro in Bad Zurzach eine bekannte Persönlichkeit aus dem Kurflecken anerkennend fest. Vorträge mit gregorianischem Gesang eines Chores Jugendlicher begleiteten den ökumenischen Gottesdienst, der von Gemeindeleiter Markus Hübner und dem reformierten Pfarrer Michael Dietiker gestaltet wurde.

Der Oberstufenchor mit seinen stimmgewaltigen Solistinnen, eine Poetry-Slam-Einlage von Schülerinnen und die Jugendmusik unter der Leitung von Chris Schneider wurden mit viel Applaus bedacht. Und Kindergarten und Primarschule hatten, mit kunstvoll gestalteten, riesigen Buchstaben auf Plakaten, für die Dekoration gesorgt.

Dass dabei auf der Bühne die Buchstabenkombination «B K S» ins Auge stach, dürfte nicht zufällig gewesen sein. Schliesslich konnte Gemeindeammann Reto S. Fuchs neben Gästen aus Bad Zurzach und aus den Nachbargemeinden hüben und drüben des Rheins auch Bildungsdirektor Alex Hürzeler willkommen heissen.

«Bitte nicht sparen»

Nach einer «stillen Ansprache» von Gemeinderat Peter Lude, in der er anhand der sprachlichen Wandlungen einer simplen Rechenaufgabe die Veränderungen in der Schule auf humorvolle Weise augenfällig werden liess, meldeten sich Schülerinnen und Schüler mit einer «Assoziationswolke» zu Wort. Ihre klare Botschaft: «Unsere Zukunft ist uns wichtig. Bitte nicht sparen!»

Er sei nicht sicher, ob die «Assoziationswolke» nur an die Regierung gerichtet sei, parierte Alex Hürzeler die Forderung der Jugendlichen. «Ich bin mir aber sehr bewusst, dass Bildung bewegt», stellte er fest und gab zu bedenken: «Gesunde Finanzen garantieren, dass wir auch künftig einen überdurchschnittlichen Beitrag an die Bildung leisten können.»

Gewaltige Herausforderungen

Alex Hürzeler ging auf den Strukturwandel in der Schule – Übergang zum System 6/3 und Lehrplan 21 – ein, aber auch auf die, wie er betonte, «gewaltigen Herausforderungen, die personal- und infrastrukturmässig auf die Behörden zukommen werden».

Die Region Zurzibiet, so Alex Hürzeler, weise eher abnehmende Schülerzahlen auf. Das biete die Chance, die Änderung bestehender Schulverbände anzupacken. Für die Bezirksschule stellte er neue Vorgaben in Aussicht. «Abnehmende Schülerzahlen bedingen Anpassungen», betonte Alex Hürzeler. «Ich bin überzeugt, dass Lösungen gefunden werden können, wenn die Gemeinden miteinander reden und sich einbringen. Die Zeiten aber, in denen mit 12 Kindern eine Schule geführt werden konnte, sind wahrscheinlich vorbei.» Gemeindeammann Fuchs betonte, dass man in Bad Zurzach konstruktiv mitarbeiten, aber die Entwicklung mit kritischen Augen betrachten werde.

Nach der Verabschiedung von Gemeindeschreiber René Huber durch Vizeammann Meinrad Moser, noch bevor die Jugendmusik zum Schlusspunkt ansetzte und das von der Schule und dem Rat der Seniorinnen und Senioren vorbereitete Apérobuffet eröffnet wurde, informierte Gemeindeammann Fuchs über das Verena-Spiel, über die Vorbereitung eines weiteren «Futurums» und über das «Fläckefäscht», das vom 11. bis 13. September 2015 steigen wird.

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