Sprengkörper gefunden

Schon wieder Polizeieinsatz in Klingnau: Diesmal lag ein Blindgänger in einem Garten

Polizeieinsatz in Klingnau

Polizeieinsatz in Klingnau

Die Polizei sichert mit Hilfe eines Speziallisten einen Blindgänger - er bringt diesen in einem Metallbehälter zum Einsatzfahrzeug.

In Klingnau kam es am Pfingstmontag zum vierten Polizeieinsatz innert einer Woche.

Drei Sprengkörper haben Privatpersonen und die Polizei letzte Woche in Klingnau in den Reben und im Achenberg gefunden. Heute am Pfingstmontag kam es zum vierten Fund in einem Privatgarten im Chisweg. Dieser befindet sich rund 1,5 Kilometer vom zweiten Fundort am Achenbergweg entfernt. Dazwischen liegen die Reben. 

Beamte der Regionalpolizei Zurzibiet und der Aargauer Kantonspolizei sperrten die betroffene Liegenschaft weiträumig ab. Die Spezialisten der Forensischen Instituts Zürich kamen erneut zum Einsatz. Erst fuhr ein Sprengstoffroboter in den Garten, um den Knallkörper zu röntgen. Danach barg ihn ein Forensiker im Schutzanzug und deponierte ihn in einem Metallbehälter. Er wird im Labor in Zürich untersucht.

Die Bilder zu den Polizeieinsätzen:

Anwohner wurden gebeten, ihre Liegenschaften nicht zu verlassen, vor allem um nicht durch eine allfällige Detonation verletzt zu werden. Später liess die Polizei die nähere Umgebung mit Spürhunden absuchen, wegen allfälliger weiterer Blindgänger. Laut Informationen des Aargauer Zeitung lag der Blindgänger schon seit einigen Wochen im Garten. 

Letzte Woche am Dienstag kam es zum ersten Fund: Eine Person fand einen Sprengkörper mit Zündschnur im Rebberg und brachte ihn der Polizei. "Er sah aus wie eine Stange Dynamit, um die Klebeband gewickelt war", sagt Polizeisprecher Bernhard Graser. Am Mittwoch sichtete eine Privatperson einen Knallkörper im Achenbergbach, am Donnerstag ging die Polizei mit Spürhunden auf die Suche und fand einen dritten Sprengkörper samt Rückständen von Detonationen. 

Anfang bis Mittwoch März hatte eine Serie von Detonationen nachts und frühmorgens immer wieder Bewohner aus dem Schlaf geschreckt. Mit der Coronakrise kehrte Ruhe ein. Die Polizei sucht Zeugen, welche mehr über die Täterschaft weiss. Sie hat die Bevölkerung zudem dazu aufgerufen, mögliche weitere Fundgegenstände dieser Art nicht zu berühren, sondern sie zu verständigen. Polizeisprecher Graser. "Wenn ein solcher selbst gebastelter Sprengkörper explodiert, sind die Folgen unberechenbar."

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