Schöftland
Selbstständigkeit hat sich für die Bank Leerau ausbezahlt

Gute Nachrichten und beste Stimmung an der 178. Generalversammlung der Bank Leerau: Der Wechsel zurück in die Selbstständigkeit hat sich gelohnt, der Bruttogewinn stieg auf 4,8 Millionen.

Sibylle Haltiner
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Verwaltungsratspräsident Robert Vogel (rechts) und Stefan Züsli, Vorsitzender der Geschäftsleitung.

Verwaltungsratspräsident Robert Vogel (rechts) und Stefan Züsli, Vorsitzender der Geschäftsleitung.

Sibylle Haltiner

Die beinahe 600 Genossenschafterinnen und Genossenschafter der Bank Leerau, welche am Samstagnachmittag an der Generalversammlung teilnahmen, erfuhren positive Nachrichten über den gelungenen Wiedereinstieg ihrer Regionalbank in die Selbstständigkeit. «Das erste Geschäftsjahr nach dem Austritt aus dem Clientis-Verbund
verlief für die Leerber Bank sehr erfreulich», sagte Stefan Züsli, Vorsitzender der Geschäftsleitung, in seinem Bericht zur Jahresrechnung 2014. «Insbesondere konnten die erwarteten Kosteneinsparungen erreicht werden.»

Sparen führte zum Erfolg

Mit dem Kostensenkungsprogramm, wozu auch der Austritt aus dem Clientis-Verbund gehörte, konnte auf den zu erwartenden Ertragsrückgang beim Zinsgeschäft reagiert werden. Der Bruttogewinn stieg im vergangenen Jahr um 10,9 Prozent auf 4,8 Millionen Franken (siehe auch az vom 3. März). «Wir haben insgesamt nicht mehr eingenommen, aber weniger ausgegeben», fasste Stefan Züsli das Geschäftsergebnis zusammen.

Auch Verwaltungsratspräsident Robert Vogel freute sich über die gelungene Loslösung von einem grösseren Konzern. «Wir haben nicht den falschen Weg gewählt», sagte er in Schöftland. Der Mut, entgegen der Strömung den Alleingang zu beschliessen und diesen rasch umzusetzen, habe sich gelohnt. Vogel: «Man muss die eigene Sehnsucht definieren und anzünden. Ich bin optimistisch, dass die Bank Leerau noch lange von positiven Resultaten berichten kann.»

Einen direkten Zusammenhang mit dem Austritt aus dem Clientis-Konzern hat der Wechsel der Revisionsstelle. Anstelle von PricewaterhouseCoopers wird zukünftig die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Mazars AG die Revisionen durchführen. Dieser Entscheid des Verwaltungsrats, der wie alle anderen Anträge von den Generalversammlungsteilnehmern gutgeheissen wurde, war ebenfalls im Hinblick auf erhoffte Kosteneinsparungen gefällt worden.

Eine Wahl und eine Überraschung

Beim Traktandum Wahlen stand nur ein Geschäft an. Heidi Hunziker wurde einstimmig für vier weitere Jahre als Verwaltungsrätin gewählt. Robert Vogel lobte insbesondere ihre Verankerung in der Region sowie das grenzüberschreitende und breite Wissen aus ihrer unternehmerischen Tätigkeit.

Robert Vogel selbst wurde ebenfalls geehrt. Zu seiner Überraschung erhielt er von seinem Verwaltungsratskollegen René Kuehni einen guten Tropfen Wein: Es war nämlich die zehnte Generalversammlung, die Robert Vogel als Präsident leitete.

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