Reinach
Nik Alpiger gibt auf dem Homberg sein Comeback

Am Sonntag findet ob Reinach der 54. Homberg-Schwinget statt. Es treten vier Eidgenossen an. Zugelassen sind 1000 Zuschauer. Sie müssen kein Covid-Zertifikat zeigen.

Wolfgang Rytz
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Kann Nick Alpiger auch bei seinem Comeback auf dem Homberg den Lebendpreis erobern?

Kann Nick Alpiger auch bei seinem Comeback auf dem Homberg den Lebendpreis erobern?

Wolfgang Rytz

Nach einjährigem Unterbruch findet am Sonntag der 54. Homberg-Schwinget ob Reinach statt. Im Baumgarten beim Berggasthof erwartet der organisierende Schwingklub Kreis (SKK) Kulm 50 Aktiv- und 100 Jungschwinger. Die Favoritenrolle liegt bei Nick Alpiger, der von drei weiteren Eidgenossen herausgefordert wird.

Nach dem coronabedingten Ausfall im letzten Jahr freut sich André Bergmann als Präsident des SKK Kulm mächtig auf den Hosenlupf. Die aktuelle Lage erlaubt eine Kulisse von 1000 Zuschauern. Diese müssen sich namentlich registrieren lassen, aber kein Zertifikat vorweisen und auch keine Schutzmaske tragen.

«Jäbädäbäduuh»? Vier Eidgenossen treten an

Nik Alpiger gibt nach einer Fussgelenkverletzung, die er sich vor acht Wochen am Solothurner «Kantonalen» zugezogen hatte, ein Comeback. Der zweifache Homberg-Sieger von 2015 und 2017 trifft auf harte Konkurrenz. Vor allem die beiden Freiämter Neu-Eidgenossen Andreas Döbeli und Joel Strebel werden dem Mann aus Staufen das Siegen nicht einfach machen. Döbeli hat die letzte Austragung vor zwei Jahren gewonnen. Damals bezwang er im Schlussgang seinen aktuell verletzten Bruder Lukas.

Ein populärer Teilnehmer auf dem Homberg ist Schwergewichter Patrick Räbmatter. Mit dem Gewinn von drei Bergkränzen im Juli hat der Uerkner seine gute Verfassung bewiesen. Bleibt abzuwarten, ob er sein bekanntes «Jäbädäbäduuh» am Ende des Festes über die Hombergwiese erschallen lassen kann.

Vor zwei Jahren kamen über 1000 Zuschauer

Nach dem stimmungsvollen Homberg-Schwinget vor zwei Jahren mit über 1000 Besuchern hat sich der SKK Kulm entschieden, die Aktivschwinger wieder am selben Tag wie den Nachwuchs antreten zu lassen. Zirka 100 Jungschwinger steigen am Sonntagmorgen ab 8.15 Uhr in die vier Sägemehlringe. Die erwarteten 50 Aktiven greifen ab 12 Uhr ins Geschehen ein. Aus den eigenen Reihen tritt nur der Reinacher Marc Geissberger an. Von den Gastklubs Ägerital, Oberseetal und Suhrental haben sich zehn Athleten eingeschrieben, darunter der Hochdorfer Kranzer Marco Thierstein.

Trotz des gedrängten Programmes gibt sich OK-Präsident André Bergmann zuversichtlich, dass der Homberg-Schwinget zeitig abgeschlossen werden kann. Der Nachwuchs soll seine Schlussgänge bereits Anfang Nachmittag austragen; die Endausmarchung der Grossen ist auf 16 Uhr zu erwarten. Für bodenständige Unterhaltung auf dem Schwingplatz sorgt die Alphorngruppe Leutwil.

Ein trächtiges Rind für den Sieger

Wie gewohnt erhält der Tagessieger auf dem Homberg einen stolzen Preis. In diesem Jahr ermöglicht die junge Teufenthaler Firma Meyer AG, Tiefbau, Gartenbau und Wasserbau, die Fortsetzung dieser Tradition. Die Wahl des Lebendpreises fiel auf ein Holsteiner Rind aus dem Stall des Dürrenäscher Züchters Fabian Reubi. Der Sieger des 54. Homberg-Schwingets erhält die trächtige «Caluna». Seit 2011 figurieren ausschliesslich eidgenössische Kranzschwinger auf der Homberg-Siegerliste. Alles spricht dafür, dass diese Serie anhält.

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