Leimbach
Neu im Gremium und in der Politik: Leimbach findet seinen fünften Gemeinderat

Der 32-jährige Patrick Meyer wurde in stiller Wahl in den Gemeinderat gewählt.

Natasha Hähni
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Patrick Meyer wurde in Stiller Wahl in den Gemeinderat Leimbach gewählt.

Patrick Meyer wurde in Stiller Wahl in den Gemeinderat Leimbach gewählt.

zvg

Eigentlich stand eine Kandidatur als Gemeinderat nicht auf seinem Plan. «Ich arbeite sehr viel und habe eine Familie mit zwei kleinen Kindern», erzählt Patrick Meyer. Als nach dem zweiten Versuch, einen fünften Gemeinderat für seine Gemeinde zu finden, immer noch niemand gewählt wurde, passte der 32-Jährige seinen Plan an.

Mit Hannelore Zingg-Hoffmann (parteilos, bisher), Benno Woodtli-Stüwe (parteilos, bisher), Thomas Hunziker-Lüscher (parteilos, neu) und Yvonne Zsidi-Hunziker (parteilos, neu) hatte Leimbach bereits im Juni vier von fünf Gemeinderäten gewählt. Nur für den fünften Sitz liess sich auch im September niemand finden.

Der Beruf war seine Vorbereitung

Patrick Meyer (ebenfalls parteilos) erhielt, obwohl er nicht offiziell kandidierte, ein Dutzend Stimmen. «Von alleine wäre ich nie darauf gekommen, für das Amt zu kandidieren», so Meyer. Um der Gemeinde etwas gutes zu tun, entschied er sich dann als einziger im zweiten Wahlgang anzutreten. So wurde Meyer in stiller Wahl in den Gemeinderat gewählt.

Für den gelernten Forstwart ist es der erste Kontakt mit Politik. «Ich werde mich wohl erst einmal in das Ganze einleben müssen», sagt er. Betreffend Ressort hat er aufgrund seiner Ausbildung und seiner Arbeit aber klare Präferenzen: «Entweder Bauwesen oder Waldwirtschaft».

Meyer ist stellvertretender Geschäftsführer in der Meyer AG Teufenthal. Dank seiner Spezialausbildungen im Bereich Langseiltechnik sind Bäume und Pflanzen sein Spezialgebiet. «Das Geschäft gehört meinem Bruder und mein Vater ist ebenfalls dabei», erzählt er. Er selber ist ebenfalls Vater zweier Buben. Mit Leimbach ist er als Wohnort mehr als zufrieden: «Es ist ein wunderschönes Dorf. Man sieht direkt ins Grün, ins Moos».

Eine Fusion, etwa mit Reinach, hält Meyer zurzeit nicht für nötig. «Mir gefällt, dass wir eigenständig sind, obwohl unser Dorf so klein ist (Leimbach hat knapp 500 Einwohnerinnen und Einwohner). Aber man kann ja nicht wissen, was diesbezüglich in Zukunft passieren wird.»

Für sein neues Amt hat Meyer nicht vor, sein Pensum zu reduzieren, trotzdem will er seiner Stelle als Gemeinderat gerecht werden: «Ich werde meine Woche einfach anders aufteilen müssen».

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