Schöftland
Einbruchsopfer: «Der erste Gedanke galt meinem Bub»

Der Einbrecher leuchtete Andrea Frey mit der Taschenlampe direkt ins Gesicht. Die Schöftlerin und ihre Familie reagierte zwar richtig, im Nachhinein bleibt aber ein ungutes Gefühl.

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Zuerst vermutete Andrea Frey, es wäre ihr Mann oder ihr Sohn, der da mit einer Taschenlampe steht. Dann realisiert die Schöftlerin: Es ist ein Einbrecher.

«Der erste Gedanke galt natürlich meinem Bub», sagt die Andrea Frey gegenüber Tele M1. Der 10-jährige Joel schläft nur zwei Zimmer weiter. Seine Mutter tut das Richtige: Sie verhält sich still, damit ihr Sohn nicht aufwacht und dem Einbrecher in die Arme läuft.

Der Eindringling liess ein Portemonnaie und einen Ehering mitgehen. Wie sich herausstellte, wurden in der Nacht noch zwei weitere Einfamilienhäuser heimgesucht. Die Täter sind flüchtig.

Das Bild des grossen Mannes mit der Taschenlampe lässt Andrea Frey aber nicht mehr los. «Man hat überall das Gefühl, es sei unsauber», sagt Frey, obwohl sie ja weiss, dass der Unbekannte keinen Schmutz und damit auch keine Spuren hinterlassen hat.

Ein Einbruch in den eigenen vier Wänden ist ein extremes Erlebniss, weiss Tiefenpsychologe Martin Streit. Er vergleicht es mit einem Kriegszustand: «Man weiss nicht, was als nächstes passiert: eine Vergewaltigung, eine Tötung?» Diese Schockstarre brenne sich in den Organismus ein. (cze)

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